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Ingrid Möller und Werner Hrobarsch aus Hoheneiche feiern heute ihre Diamantene Hochzeit

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Das Ehepaar heute: Werner Hrobarsch und Ingrid Möller feiern heute Diamantene Hochzeit.
Das Ehepaar heute: Werner Hrobarsch und Ingrid Möller feiern heute Diamantene Hochzeit. © Hrobarsch/nh

Hoheneiche – Am Kirmesmontag 1955 beginnt für Ingrid Möller und Werner Hrobarsch in Hoheneiche, wie sie sagen, die große Liebe ihres Lebens: Beim Aufräumen und dem späteren Tanzen lernen sich der Kirmesbursche und die gebürtige Oetmannshäuserin, die als Aushilfskellnerin bei ihrer Großmutter arbeitet, kennen, heiraten schließlich am 28. April 1962 und feiern heute ihre Diamantene Hochzeit.

Die Familie, auch schwierige Zeiten und eine positive Lebenseinstellung prägten die vergangenen 67 Jahre im gemeinsamen Leben. Acht Jahre vor dessen Beginn war der heute 86-Jährige nach Flucht und Vertreibung aus Dittersdorf in Bärn (Sudetenland) mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Hoheneiche gekommen, später kam der Vater nach.

Auf den Besuch der Handelsschule folgte in 1952 die Ausbildung zum Bankkaufmann, die er bei der Kreissparkasse Eschwege absolvierte. Beruflich prägten Lehrgänge und Seminare und die Arbeit in leitender Position in verschiedenen Bereichen der Sparkasse bis 1999 47 Jahre seines Lebens. Währenddessen absolvierte Ingrid Hrobarsch nach der Mittleren Reife an der Leuchtbergschule ihre Lehre zur Industriekauffrau bei Woelm Pharma. Nach kurzer Angestelltenzeit arbeitete sie bis zum Jahr 1987 im elterlichen Laden in Oetmannshausen. „Sie war das verbindende Glied der Großfamilie“, weiß Werner Hrobarsch. Das Paar begann zwei Jahre nach der Hochzeit mit dem Bau eines Zweifamilienhauses in Oetmannshausen. Sowohl die Eltern als auch der 88-jährige Großvater des heute 86-Jährigen zogen ein Jahr später mit dem Paar ein, während Ingrid Hrobarschs Eltern mit ihrer Patentante gegenüber lebten. So wuchsen die beiden Söhne in einer Großfamilie von zehn Personen auf.

Gottvertrauen und positive Lebenseinstellung

„Nachdem die Söhne aus dem Haus waren, brauchten beide Eltern Betreuung und Pflege. Diese schwierigen Aufgaben sowie eigene schwere Erkrankungen hinterließen ihre Spuren“, erinnern sich Ingrid und Werner Hrobarsch, die ihren jüngeren Sohn nach schwerer Krankheit im Alter von 42 Jahren verloren haben; erklären, dass sie schwere Zeiten mit Gottvertrauen, positiver Lebenseinstellung und Zuversicht überstanden haben.

Gute Erinnerungen hat das Paar an Urlaube mit ihren Söhnen und dem Wohnwagen, die die Familie oft an die französische Silberküste führten. Die 82-Jährige und der 86-Jährige sahen auf größeren Reisen unter anderem den Zuckerhut in Rio, die Pyramiden in Ägypten, die Chinesische Mauer und die Pagoden in Myanmar, besuchten weitere Länder.

Auch ansonsten waren beide stets aktiv: Seit knapp 50 Jahren turnt Ingrid Hrobarsch in der Gymnastikgruppe in Bischhausen, wandert mit dem Werratalverein und nimmt seit 20 Jahren am Funktionstraining der Rheumaliga in der Werrataltherme teil. Schwimmen, Radfahren, Skifahren und das Wandern sowie das Klettern und Bergsteigen zählten zu den Hobbys ihres Ehemannes, der als Teil einer Gruppe neben anderen Viertausendern den Großglockner erklomm.

Zehn Jahre lang Ortsbrandmeister

Die Freiwillige Feuerwehr spielte ebenfalls eine große Rolle für ihn: Zehn Jahre lang war er Wehretals Ortsbrandmeister, engagierte sich zudem im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Eschwege und als Kreisjugendfeuerwehrwart. Für seine Tätigkeit erhielt er unter anderem das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, war nach seiner aktiven Zeit noch 20 Jahre Vertrauensmann der Ehren- und Altersabteilung der Oetmannshäuser Wehr.

Als Vorsitzende des Heimatvereins engagierte sich die heute 82-Jährige für neun Jahre, war doppelt so lang Mitglied des Kirchenvorstandes und führte 32 Jahre lang die Friedhofskasse. Mit Blick auf die vergangenen 60 Jahre erinnert sich das Paar heute an eine erlebnisreiche Zeit in gutem Zusammenleben.

Das Ehepaar ist an seinem heutigen Jubeltag zuhause und freut sich über Gratulanten.  esr

Das Paar 1962: Vor 60 Jahren gaben die beiden sich das Ja-Wort.
Das Paar 1962: Vor 60 Jahren gaben die beiden sich das Ja-Wort. © Hrobarsch /nh

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