Baustart bis zum 30. Juni

Bausumme steht seit 2017 fest: Gemeinde Wehretal und Werra-Meißner-Kreis widersprechen FWG

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Baustart soll bis zum 30. Juni sein: Der Neubau des Feuerwehrgerätestützpunktes in Reichensachsen.

Als „sachlich falsch“ bezeichnen die Gemeinde Wehretal und das Architekturbüro Luther die Darstellung der FWG in einem WR-Bericht aus der vergangenen Woche, dass eine Kostensteigerung von über zwei Millionen Euro für den geplanten Feuerwehrstützpunkt in Reichensachsen zu Buche stehen.

„Es gab keinerlei Baukostenerhöhung zum jetzigen Zeitpunkt“, sagt Michael Luther vom gleichnamigen Planungsbüro. „Bereits im Förderantrag im Jahr 2017 sind Gesamtkosten von etwa 4,2 Millionen Euro brutto geschätzt worden.“ Auf Grundlage der zum Förderantrag vorliegenden Planungen und Kosten bewilligte das Land Hessen im Juli 2018 die Förderung des Neubaus.

Kreis beteiligt sich 

Dr. Claus Wenzel von der FWG Wehretal verlangte zuletzt eine höhere Baukostenbeteiligung des Kreises, weil seiner Ansicht nach die Kosten gestiegen waren. Nach Angaben des Werra-Meißner-Kreises haben sich die förderfähigen Kosten nicht verändert. Deswegen werde man den Zuschuss auch nicht erhöhen. An dem in Reichensachsen geplanten Feuerwehrgerätestützpunkt will sich der Werra-Meißner-Kreis beteiligen. Für den „überörtlichen Brandschutz, die überörtliche allgemeine Hilfe und die überörtliche Ausbildung“ plant der Kreis zwei Fahrzeugstellplätze, die Mitnutzung des Schulungsraumes sowie der sanitären Einrichtungen für die Ausbildung, 24 Parkplätze für Lehrgangsteilnehmer und die Mitnutzung des Übungsturms für die Kreisausbildung. „Der Werra-Meißner-Kreis gibt eine freiwillige zehnprozentige Förderung auf die zuwendungsfähigen Ausgaben von 1,489 Millionen Euro – somit 148 960 Euro“, bestätigt der Werra-Meißner-Kreis gegenüber unserer Zeitung noch einmal.

Kosten von 420.000 Euro

Für Maßnahmen, die über den örtlichen Bedarf hinausgehen, hat die Gemeinde Wehretal dem Kreis Kosten von 420.000 Euro mitgeteilt. Diese Mittel hat der Kreis nach eigenen Angaben mit aufgenommen und auch eingeplant. In Bezug auf die laufenden Unterhaltungskosten des gemeinsamen Projektes ist noch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abzuschließen. Aktuelle Absprachen bezögen sich daher ausschließlich auf die Baukosten dieses Projektes.

Eine Erhöhung der (freiwilligen) Zuwendung, wie von der FWG gefordert, wäre laut Werra-Meißner-Kreis nur dann angesagt, wenn das Innenministerium die zuwendungsfähigen Ausgaben erhöhen würde. Davon sei jedoch nicht auszugehen. 

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