„Das Projekt soll weiterleben“

Bürgerbus-Bilanz in Wehretal nach den ersten 100 Tagen: Noch Luft nach oben

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Haltestelle Friedrich-Ebert-Straße in Reichensachsen: Bürgermeister Timo Friedrich, die Fahrer Klaus Großkurth und Jochen Kistner sowie Fahrgäste (von links) freuen sich über das Angebot.

Reichensachsen – Die ersten 100 Tage sind geschafft, folglich verlangt der Bürgerbus der Gemeinde Wehretal eine Bilanz. Gewachsen ist das Projekt unter dem früheren Bürgermeister Jochen Kistner, der sich glücklich schätzte, dass insgesamt 13 ehrenamtliche Fahrer ihre Bereitschaft signalisierten.

Die Bilanz fällt in den Aufgabenbereich vom heutigen Bürgermeister Timo Friedrich, der seit dem 1. April in Amt und Würden ist. Sein Vorgänger Jochen Kistner habe den Bürgerbus als ein lebendiges Projekt bezeichnet, er sehe das ganz genauso und wünsche sich noch eine Optimierung in der Auslastung. „Bislang werden die Fahrten zu den Discountern sowie zu den Arztpraxen gut angenommen, momentan sind dort quasi unsere wichtigsten Haltestellen“, erklärt Friedrich im Gespräch. Und weiter: Der Fahrdienst stoße in Hoheneiche und Langenhain auf gute Resonanz, „aber in Vierbach und Oetmannshausen haben wir noch reichlich Luft nach oben“, so der Wehretaler Verwaltungschef.

Gefahren wird jeweils dienstags und donnerstags. Und bei der Jubiläumstour am gestrigen Tag meldete Fahrer Klaus Großkurth gute Auslastung. „Ich habe beim Seniorennachmittag in Vierbach noch mal tüchtig die Werbetrommel gerührt, die Bürger angesprochen und motiviert, damit sie die vielleicht mögliche Hemmschwelle überschreiten“, lässt Timo Friedrich die Einwohner wissen, „dass sie gerne mit Verbesserungsvorschlägen zu uns in die Gemeindeverwaltung kommen oder sie unseren Fahrern mit auf den Weg geben können, denn unser Ziel ist klar, wir wollen den Bürgerbus zukunftsorientiert etablieren. Ja, das Projekt soll und muss weiterhin am Leben bleiben.“

Fahrplan besteht bis zum Sommer

Bis zum Sommer wird am Zeitplan nichts geändert: „Dann werden wir zusammen mit den Fahrern die gewonnenen Erkenntnisse besprechen, um gegebenenfalls bessere Lösungen anzustreben“, macht Timo Friedrich deutlich, dass von der Jungfernfahrt mit Alfred Ingrisch bis zum heutigen Tag alles fadengerade abgelaufen sei. Ein paar mehr Fahrgäste möchte der Bürgermeister schon noch in den Bus holen: „Und Fakt ist, der Fahrplan ist keineswegs in Stein gemeißelt, wir bleiben flexibel.“  

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