Vorwurf: Zu viel Opposition gegenüber der SPD-Mehrheit

CDU-Fraktion wirft Dr. Claus Wenzel raus

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Dr. Claus Wenzel

Reichensachsen. Die CDU-Fraktion in der Wehretaler Gemeindevertretung hat Dr. Claus Wenzel rausgeworfen.

Hartmut Henkelmann

Der Vorwurf, den Fraktionsvorsitzender Hartmut Henkelmann in einem Schreiben an den ungeliebten Parlamentskollegen formuliert: Er wolle möglichst viel Opposition gegenüber der SPD-Mehrheitsfraktion, während die übrigen CDU-Abgeordneten einvernehmlich mit den anderen Fraktionen in der Gemeindevertretung zusammenarbeiten wollten.Während der Fraktionssitzung in dieser Woche haben Hartmut Henkelmann sowie Friedhelm Willy Zindler und Dorothea Henkelmann für den Ausschluss Dr. Wenzels votiert, Wenzel selbst stimmte dagegen, die fünfte CDU-Abgeordnete, Constance Cassel, nahm an der Abstimmung nicht teil. Sie wollte sich gegenüber der WR auch nicht äußern: „Das ist für mich geschäftsschädigend“, sagte sie.

Hartmut Henkelmann wirft Wenzel in dem Schreiben weiter vor, mit der FWG in der Wehretaler Gemeindevertretung kooperiert zu haben. Außerdem habe er zweimal zu den Initiatoren von Bürgerbegehren gehört, die schließlich zum Verkauf der Obermühle geführt hatten. „All diese Punkte haben das Ansehen der Fraktion in der Öffentlichkeit nachhaltig geschädigt“, schreibt Hartmut Henkelmann.

Wenzel habe grundsätzlich zu viel Opposition gemacht und das Vertrauen sei nachhaltig beschädigt, eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Dr. Claus Wenzel weist die Vorwürfe zurück: „Was ist davon zu halten, dass man mir als CDU-Mitglied und - Gemeindevertreter vorwirft, dass ich meine von den Wählern zugedachte Oppositionsfunktion wahrnehmen?“

Von Harald Sagawe und Diana Rissmann

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