Verein historische Landmaschinen präsentiert Geräte aus dem vorigen Jahrhundert

Dreschen mit der Seeland

Nachwuchs: Dass alte Traktoren nicht nur Erwachsene begeistern, beweist Jannik Bletzinger. Der Elfjährige weiß schon genau, wo Kupplung und Bremse sind. Foto: W. Skupio

Reichensachsen. Dass das Dreschfest des Vereins historische Landmaschinen (VhL) in Reichensachsen sich neben dem Wichtelfest inzwischen zur regelrechten Institution und jährlichen Attraktion entwickelt hat, zeigte sich vergangenes Wochenende erneut.

Etwa 1000 Gäste strömten am Sonntag auf den Festplatz, um in die Ernte- und Landwirtschaftskultur des vergangenen Jahrhunderts einzutauchen. Erstmalig hatte der VhL zwei Dreschmaschinen am Start. Das Dreschen mit der Großdreschmaschine Seeland der Firma Buschhoff aus dem Jahr 1944 war die Hauptattraktion. Die zweite Dreschmaschine der Firma Lanz präsentierte der Verein erstmalig, wenn auch noch im unrestaurierten Zustand.

Rund 80 Aussteller zeigten passend zum Dreschfest nicht nur historische Schlepper und Traktoren, sondern auch zugehöriges Ackergerät, Landmaschinen und verschiedenste Oldtimer. Ein Lanz Bulldog von 1937 von VhL-Mitglied Joachim Bold war der älteste Traktor.

Timo Bletzinger kam mit seinem 1958er Fendt Dieselross und standesgemäß grün lackiertem Anhänger, einer historischen Tragkraftspritze der Feuerwehr von 1955. „Den habe ich mir zum Wohnwagen umgebaut“, verrät der Oldtimerfreund.

Auch Frank Achtert aus Treffurt, der mit einem zur Imbissbude umgebauten Feuerwehroldtimer, für das leibliche Wohl mitverantwortlich war, zeigte sich begeistert. „Ich war bereits auf mehreren ähnlichen Veranstaltungen. Hier auf dem Dreschfest herrscht jedoch eine ganz besonders schöne Atmosphäre“, lobte der Gastwirt.

Das 30. Dreschfest im nächsten Jahr will der Verein mit seinen Gästen an zwei Tagen feiern.

Von Wolfram Skupio

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