Eine Mehlschlacht für Jugendliche in Kolumbien

Vanessa Noll sowie Gina und Marvin Mohr (von links) aus Germerode backen Brote für den guten Zweck. Foto: Bettinger

Hoheneiche. Normalerweise herrscht in der Bäckerstube Stange in Hoheneiche nachmittags gähnende Leere. Arbeitszeit für einen Bäcker ist die Nacht. Gestern aber standen um 15 Uhr elf Konfirmanden aus Oetmannshausen, Langenhain, Vierbach, Germerode und Rodebach in der Backstube, bereit, bergeweise Brote für die Aktion „5000 Brote für die Welt“ herzustellen.

Den Teig hatten Bäckerobermeister Martin Stange und sein Backstubenleiter Torsten Küllmer angerührt - für die unerfahrenen Konfirmandenhände etwas fester und hefiger als üblich. Einmal machen es die Profis vor, dann beginnt die Mehlschlacht. „Das macht richtig Spaß und ist für einen guten Zweck“, sagt Gina Mohr aus Germerode.

Die Brote werden in Gottesdiensten gegen eine Spende abgegeben. Das Geld geht an die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“, die damit gleichaltrigen Jugendlichen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá hilft, einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung zu absolvieren. „Für uns von der Bäckerinnung ist es selbstverständlich, dass wir uns an dieser tollen Aktion beteiligen“, sagt Martin Stange.

Und es macht dem Bäcker sichtlich Spaß, mit den Jugendlichen gemeinsam zu backen. Gut 30 Brote schaffen sie in 20 Minuten. Bei der Aktion geht es aber nicht nur ums Geld: „Im Konfirmandenunterricht haben wir besprochen, was Brot für eine Bedeutung hat und was unser täglich Brot eigentlich ist“, sagt Pfarrerin Dorlies Schulze aus Germerode. Auch die Situation der Jugendlichen in Kolumbien will sie noch bearbeiten.

Dort gibt’s am Sonntag die Brote: 9.30 Uhr Oetmannshausen, 11 Uhr Langenhain, 13 Uhr Vierbach, 14 Uhr Germerode und um 13.30 Uhr in der Backstube Stange.

Von Stefanie Bettinger

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