Hilfeleistungen sind um 8,5 Prozent zurückgegangen

Weniger Einsätze, mehr Lehrgänge: Feuerwehren des Kreises ziehen Jahresbilanz

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Wieder wurden Partner der Feuerwehr geehrt: Landrat Stefan Reuß (links), Feuerwehrverbandsvorsitzender Hans-Heinz Staude (Zweiter von links) und Kreisbrandinspektor Christian Sasse (rechts) bedanken sich bei Claus Siemon und Stadtbrandinspektor Steffen Rödel.

Weniger Einsätze, aber mehr Lehrgänge hatten die Feuerwehren des Werra-Meißner-Kreises im vergangenen Jahr zu bewältigen.

Das geht aus der Bilanz hervor, die Kreisbrandinspektor Christian Sasse den anwesenden Feuerwehrmännern und -frauen am Dienstagabend im Bürgerhaus von Reichensachsen präsentierte. Mit jeweils einer Delegation waren alle Feuerwehren des Werra-Meißner-Kreises im Bürgerhaus in Reichensachsen zur Dienstversammlung vertreten.

Einsätze

1155 Einsätze mussten die Feuerwehren im Kreis 2019 stemmen, ein Rückgang von 8,5 Prozent. 1262 Hilfeleistungen waren es im Jahr zuvor. Damals wuchs die Zahl der Einsätze um 16 Prozent. Auch die Einsätze im Bereich Rettungsdienst gingen leicht zurück. „Besonders ist uns der Gondelabsturz auf dem Hohen Meißner und die brennende Gasleitung in Wanfried in Erinnerung geblieben“, so Sasse. 2341 Männer und 302 Frauen waren im vergangenen Jahr im Kreis für die Feuerwehren im Einsatz, 47 Feuerwehrleute weniger als 2018 (-zwei Prozent). Im vergangenen Jahr lag der Rückgang noch bei 76 Feuerwehrleuten (-2,6 Prozent). „Dafür haben wir bei den Lehrgängen einen Zuwachs von 26,5 Prozent zu verzeichnen. Es freut uns, dass sie alle so lehrwillig sind“. Im Vergleich zum Jahr 2011 sind 265 Feuerwehrleute weniger im Kreis aktiv.

Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehren haben zurzeit 720 Mitglieder, berichtete Kreisjugendwart Christian Polster. 28 konnten in die Einsatzabteilungen übernommen werden. Außerdem wurde in 47 Einrichtungen im Kreis Brandschutzerziehung betrieben, darunter in 30 Schulen.

Neueinstellungen

Landrat Stefan Reuß schaute ebenfalls auf das Jahr 2019 zurück. „Wir haben das Gefahrenabwehrzentrum erweitert und viel in die Ausbildung der Feuerwehrleute und in den Atemschutz investiert“, so der Landrat. „In Zukunft wollen wir etwas Neues ausprobieren. Wir wollen uns erstmals dem Thema Ausbildung widmen und suchen ab Mitte des Jahres zwei Brandoberinspektoranwärter für das Gefahrenabwehrzentrum“.

Besonders erinnern wollte Reuß an den Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke. „Wir sind immer noch sehr erschüttert, was da passiert ist. Er fühlte sich immer sehr mit den Rettungsdiensten verbunden“, so Reuß. Zwei neue Drehleitern für Hessisch Lichtenau und Sontra wurden interkommunal beschafft.

Partner der Feuerwehr

Als „Partner der Feuerwehr“ wurden die beiden Firmen VGT-Dyko aus Großalmerode und der Baggerbetrieb Norbert Schanze aus Hessisch Lichtenau ausgezeichnet. „Beide Firmen stellen ihre Feuerwehr-Mitarbeiter für Einsätze und Lehrgänge frei und unterstützen damit unsere Feuerwehrarbeit sehr“, sagt Landrat Stefan Reuß. Von den 120 Mitarbeitern der Firma VGT-Dyko sind 15 Mitarbeiter in der Feuerwehr. Weiterhin darf die Feuerwehr das Firmengelände für Übungszwecke benutzen.

VGT-Dyko-Geschäftsführer Claus Siemon und Stadtbrandinspektor Steffen Rödel, der stellvertretend für die Firma Norbert Schanze den Preis entgegennahm, freuten sich über die Auszeichnung.

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