1. Werra-Rundschau
  2. Lokales
  3. Wehretal

Europäischer Austausch über Erasmus-Programm an Kleeblattschule Reichensachsen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Feierliche Begrüßung: In der Aula versammelten sich die zweiten, dritten und vierten Klassen, um neben der dreiköpfigen Delegation aus Island (vorn) auch Gäste aus Spanien und Wales zu begrüßen. Anja von Specht und Anja Pohle (hintere Reihe, Zweite und Dritte von rechts) sind die Koordinatorinnen des Erasmus-Plus-Projekts an der Kleeblattschule.
Feierliche Begrüßung: In der Aula versammelten sich die zweiten, dritten und vierten Klassen, um neben der dreiköpfigen Delegation aus Island (vorn) auch Gäste aus Spanien und Wales zu begrüßen. Anja von Specht und Anja Pohle (hintere Reihe, Zweite und Dritte von rechts) sind die Koordinatorinnen des Erasmus-Plus-Projekts an der Kleeblattschule. © Emily Hartmann

Europäischer Austausch an der Kleeblattschule Wehretal - Lehrer aus anderen Ländern sind zu Gast in Reichensachsen.

Reichensachsen – Mit Erasmus werden Grenzen überwunden – auch im Kopf. Denn das europäische Erasmus-Plus-Programm fördert den länderübergreifenden Austausch zum Zwecke des Lernens und Kennenlernens – und leistet damit wie selbstverständlich einen Beitrag zur Entwicklung einer europäischen Identität.

Theoretisch und abgehoben, das wissen Schüler und Kollegium der Kleeblattschule in Reichensachsen, ist das ganz und gar nicht, im Gegenteil. Hautnah und voller Freude haben die Grundschüler am Montagmorgen Delegationen aus einer isländischen, einer spanischen und walisischen Schule begrüßt. Die zehn Gäste revanchierten sich mit Dankesworten in der jeweiligen Landessprache und freuten sich auf einen Einblick in das Leben und Lernen an der Kleeblattschule Reichensachsen.

Die Wehretaler Grundschule ist eine der wenigen Grundschulen in Deutschland, die überhaupt Fördermittel aus dem Topf der Europäischen Union erhält. Federführend haben sich Andrea Pohle sowie Anja von Specht sowohl um die Bewerbung zur Aufnahme in das Programm als auch um die weiteren Projektentwicklungen gekümmert.

„Seit dem Start 2006 haben wir sehr wertvolle Impulse für den Unterricht aus den europäischen Begegnungen mitnehmen können“, sagt Andrea Pohle begeistert. Gemeinsam mit den Projektpartnern werden länderübergreifend Themen gewählt und Schwerpunkte gesetzt, die jede Schule entsprechend ihrer Gegebenheiten umsetzt. Über den regelmäßigen (Online-)Austausch werden neue Ideen geboren und Fortschritte begleitet.

„Zu den Rubriken des europaweiten Programms gehören auch Lehrertainings und der Lehreraustausch vor Ort“, berichtet Anja von Specht. Und so sind noch bis zum Mittwoch die Gäste aus Island, Spanien und Wales zu Gast in Reichensachsen. Im Fokus steht das Projektthema des Jahres „Art-is-4-All“.

Art-is-4-All-AG an der Kleeblattschule

„Parallel zu unserem Erasmus-Plus-Projekt fand in diesem Schuljahr zum ersten Mal die Art-is-4-All-AG an der Kleeblattschule statt“, erklärt Andrea Pohle. Hier wurden verschiedene kleine und größere Kunstprojekte umgesetzt: „Wir haben Pappmaschéfiguren geformt, ein Gemeinschaftskunstwerk für den Erasmus-Kunstspaziergang durch Reichensachsen entwickelt, mit Kreide den Schulhof verschönert, einen Schmetterlingsausmalwettbewerb durchgeführt, mit dem Overhead-Projektor die Zeichnung an eine Schulwand übertragen und schließlich mit den Farben der Siegerversion ausgemalt“.

Im Übrigen haben Schüler und Lehrer in diesem Jahr wohl zum letzten Mal die Gelegenheit, von den Impulsen aus Großbritannien zu profitieren: Wegen des Brexits sind zukünftige Kooperationen mit dem Land ausgeschlossen. „Schade“, sagt Andrea Pohle – lebt doch der Erasmus-Gedanke davon, mit einzelnen Funken in so vielen Ländern wie möglich gute Ideen zu streuen. „Wir Lehrer fungieren als Multiplikatoren.“

Hier gibt es Weitere Informationen. (Emily Hartmann)

Auch interessant

Kommentare