Landkreis informierte über Änderungen und künftige Projekte

Feuerwehren des Kreises tagten

Reichensachsen. Die Jahresberichte für 2012 und der Ausblick auf zukünftige Projekte waren Schwerpunkt bei der Dienstversammlung aller Freiwilligen Feuerwehren des Kreises, zu der Landrat Stefan Reuß am Donnerstag ins Bürgerhaus geladen hatte.

Besonders würdigte Reuß die Leistung des im letzten Jahr verstorbenen Kreisbrandmeisters Wolf-Hubertus Künemund. Kreisbrandinspektor Christian Sasse lobte die Leistung bei vergangenen Einsätzen. Trotz allerorten herrschenden Sparzwangs müsse sich diese in einer entsprechenden Aufwandsvergütung widerspiegeln, forderte er. Die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft durch Zwangsverpflichtung von Feuerwehrleuten oder Schaffung von Berufsfeuerwehren käme Städte und Gemeinden wesentlich teurer, so Sasse.

Er forderte weiter, trotz Sparzwanges an den Ortsteilfeuerwehren festzuhalten. Die Zusammenlegung von Wehren wirke sich nachteilig für die Regelung aus, nach der innerhalb von zehn Minuten wirksame Hilfe am Unglücksort eintreffen müsse, erklärte Sasse.

Er verwies außerdem auf die Probleme der Feuerwehren, bedingt durch Nachwuchs- und Personalmangel. „Nachwuchsgewinnung ist Sache der Gemeinden und nicht der Feuerwehr“, sagte Sasse. Angesichts sinkender Lehrgangsteilnahmen warb er bei den Kameraden für weitere intensive Ausbildung trotz Konflikten mit Arbeit oder Familie. Kreisjugendfeuerwehrwartin Natascha Franz referierte über die geleistete Jugendarbeit und mahnte, diese nicht zu vernachlässigen, sorge sie doch für den Nachwuchs der Einsatzabteilungen.

Als Beauftragter für Brandschutzerziehung beklagte Volker Gabel deren Rückgang vor allem in Schulen. Harald Uschek, Leiter des Brandschutzreferats im hessischen Innenministerium referierte zur neuen Dienstgradverordnung. Er unterstrich den Vorteil, den die landesweit einheitliche Uniformierung und Kennzeichnung aller Feuerwehren bei Einsätzen mit sich bringe. Ein Konzept, um das andere Länder Hessen beneideten.

Von Wolfram Skupio

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