Feuerwehrgerätehaus Reichensachsen: Spatenstich muss bis Jahresende erfolgen

So könnte er einmal aussehen: Der Neubau der Feuerwehr Reichensachsen. Entstehen soll er am Orstausgang Richtung Eschwege auf Grundstücken, die nun von der Gemeinde angekauft werden sollen .

Es geht voran beim Bau des neuen Feuerwehrstützpunktes in Reichensachsen: Die Gemeindevertreter haben auf ihrer Sitzung den Ankauf von drei Grundstücken beschlossen.

Diese sind notwendig, um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses unweit des Betonwerks zu realisieren.Im Vorfeld hatte die Gemeinde Wehretal mit den beiden Grundstückseigentümern bereits Verhandlungen über die Bereitschaft zum Verkauf der Grundstücke und den Kaufpreis pro Quadratmeter getroffen. 

„Der Erwerb der Grundstücke wird teilweise über den Ankauf der Flächen erfolgen, teilweise auch durch den Tausch gegen Grundstücke, die im Eigentum der Gemeinde stehen“, erläuterte Bürgermeister Timo Friedrich.

Der Haushaltsplan 2018 sah hierfür bereits Mittel in Höhe von 70 000 Euro vor. Doch mit Fortschritt der Verhandlungen zeichnete sich laut Friedrich ab, dass der Anteil der Tauschgrundstücke geringer ausfallen wird als geplant.

Folglich müssen weitere Mittel überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden. Einstimmig bei zwei Enthaltungen stimmten die Gemeindevertreter einer Überschreitung des Haushaltsansatzes bis zu einer Höhe von rund 70 000 Euro zu.

Bebauungsplan für den Neubau

Die Gemeinde ist gerade dabei, den Bebauungsplan für das neue Feuerwehrgerätehaus zu erstellen, das Interessensbekundungsverfahren für die Architektenleistung läuft und soll im Juli abgeschlossen sein. Im nächsten Schritt werden der Bauantrag beim Werra-Meißner-Kreis gestellt und die Bauleistungen ausgeschrieben. „Unser Ziel ist es, den Bebauungsplan Ende Oktober in der Gemeindevertretung beschließen zu können“, sagte Friedrich. Denn die Zeit drängt: Zwar ist ein Termin für den Baubeginn noch nicht in Sicht, doch der zeitliche Rahmen durch die Regelungen der Brandschutzförderrichtlinie genau festgelegt: Der Spatenstich muss demnach spätestens im Jahr nach dem Erhalt des Förderbescheides erfolgen – heißt bis 31. Dezember dieses Jahres.

Kreisbrandinspektor Christian Sasse wies die Gemeinde darauf hin, dass eine Verlängerung dieser Frist nur auf Antrag und in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport möglich ist und mit triftigen Gründen belegt sein muss. „Wir sind aber guter Dinge, dass wir die Frist einhalten können“, sagte der Bürgermeister.

Wie Friedrich mitteilte, belaufen sich die Kosten für den Neubau nach dem aktuellen Planungsstand mittlerweile auf rund vier Millionen Euro., die konkrete Summe ist jedoch abhängig von den Ergebnissen der noch ausstehenden Ausschreibungen.

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