Nach nur zwölf Jahren soll in Reichensachsen umgetauft werden

Friedrich-Ebert-Schule will anderen Namen

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Friedrich-Ebert-Schhule Reichensachsen.

Reichensachsen. Die Friedrich-Ebert-Schule (FES) in Reichensachsen soll einen neuen Namen bekommen. Das hat die Schulgemeinde in Angriff genommen und prompt sind 80 Namensvorschläge eingegangen, berichtet Schulleiter Patrick Busch.

Ausgangspunkt sei, dass aus der ehemals größten Dorfschule mit einem Einzugsgebiet von acht Orten inzwischen nur eine Grundschule mit insgesamt zehn Klassen übriggeblieben ist. Und diesen jungen Schülern sei Friedrich Ebert kein Begriff, sagt der Schulleiter. Die Diskussion über den Namen gebe es seit der Namensgebung, die letztendlich keine explizite Ehrung des ersten Reichspräsidenten sei, sondern eher in Anlehnung an die gleichnamige Straße, in der die Schule steht, geschah. In den letzten vier Jahren während der „Degradierung“ der Schule verstärkte sich die Diskussion, die einen Namen adäquat zur Grundschule forderte. Das Schulamt befürwortet das Unterfangen, vom Werra-Meißner-Kreis als Schulträger werden auch keine Einwände erwartet. In der Schulverwaltung spricht man bei Friedrich Ebert von einem „nicht grundschulgerechten Namen“.

Von den genannten 80 Vorschlägen sind nach einer ersten Sichtung 20 in die engere Wahl gekommen, schließlich blieben noch drei (Sonnenblumen-, Kleeblatt- und Wehretalschule) übrig, von denen nach Informationen der WR einer favorisiert. In ihm soll der Aspekt der Umweltschule zum Ausdruck kommen, mehr verrät Patrick Busch nicht.

Von Plänen anderer Schulen, ihren Namen zu ändern, ist Schulamt und Schulverwaltung nichts bekannt. So verschwendet die Karlheinz-Böhm-Schule in Waldkappel, der die gleiche Entwicklung wie der FES widerfahren ist, keinen Gedanken daran. „Das liegt an uns“, den Schülern den Namensgeber ihrer Schule ins Bewusstsein zu bringen, sagt Schulleiter Joachim Thannhäuser, denn „der Name ist uns Verpflichtung“.

Von Helmut Mayer

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