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Vierbach hat jetzt eine Radwegkirche – Reisende sind herzlich willkommen

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Von: Emily Spanel

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Einfach mal innehalten, abschalten und Kraft tanken ist Teil des Konzepts.
Einfach mal innehalten, abschalten und Kraft tanken ist Teil des Konzepts der Radwegkirche. © Ortsbeirat Vierbach

Vierbach – Eine Luftpumpe griffbereit, eine Bank zum Ausruhen und eine stille Nische in der Kirche: Radwegkirchen bieten einen solchen Service. Auch im Wehretaler Ortsteil Vierbach gibt es nun eine solche Radwegkirche.

Feierlich wurde das Gotteshaus des Ortes nun im Beisein von Pfarrer Janosz König, dem stellvertretenden Dekan Ralph Beyer, Nina Wetekam, Fachreferentin für Küsterarbeit und Offene Kirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Mitgliedern des Vierbacher Kirchenvorstands und Ortsbeirats und natürlich den Gemeindegliedern seiner neuen, zusätzlichen Bestimmung übergeben.

Radwegkirchen – das ist gelebte Gastfreundschaft am Wegesrand. „Einfach mal innehalten, abschalten und Kraft tanken“, sagt Christoph Arend, Mitglied des Vierbacher Ortsbeirats, sei Teil des Konzepts.

Landeseinheitliche Signets

Die besonderen Kirchen sind angeschlossen an das Radwegenetz und gut als solche zu erkennen. Die Evangelische Kirche in Deutschland entwickelte dazu einheitliche Standards und verleiht seit 2009 ein Signet, das aus einem Radfahrer und einer Kirche auf einem grünen Grund besteht. Es zeigt dem Vorbeikommenden an, dass es sich um eine verlässlich geöffnete Kirche handelt.

Orte wie Vierbach zeichnen sich durch ihre Gastfreundlichkeit aus, manchmal gibt es neben geistlichen Impulsen auch Trinkwasser, eine Toilette, an manchen Kirchen werden sogar Ladestationen für E-Bikes und Flickzeug vorgehalten. Getragen werden die Radwegekirchen von den Kirchengemeinden, die sich von der Idee begeistern lassen, „Radfahrern das Gefühl zu geben, dass sie bei ihrer Rast herzlich willkommen sind“, sagt Christoph Arend.

Orte des Gebets und der Besinnung

„Unterwegs auf dem Weg Ruhe suchen und eine Pause einzulegen, das ist hier jetzt möglich“, schreibt Pfarrer Janosz König erfreut. Und: „Seid herzlich eingeladen, in der wunderschönen Vierbächer Kirche reinzuschauen.“

Bereits im Mittelalter dienten Kapellen und Kreuze am Wegesrand den Wanderern als Orte des Gebets und der Besinnung. Sie erinnerten die Menschen daran, sich auch auf Reisen immer wieder auf Gott zu besinnen. Dasselbe tun die Kirchen am Wege, wie die Radewegkirchen, auch heute.

Von Emily Hartmann

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