FWG: Land und Kreis sollen bei Fördermitteln nachlegen

Gerätehaus für die Feuerwehr in Reichensachsen: Baustart spätestens am 30. Juni

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Ende Juni soll es losgehen: Den Bebauungsplan für den neuen Feuerwehrstützpunkt, den auch der Kreis als Ausbildungszentrum nutzen will, haben die Parlamentarier am Montag beschlossen.

Für den Bau des neuen Feuerwehrgerätestützpunktes in Reichensachsen auf dem 1,8 Hektar großen Gebiet „Auf dem Bruche“ hat die Gemeindevertretung jetzt den Bebauungsplan beschlossen.

„Wir stehen hier unter Zeitdruck“, sagte Bürgermeister Timo Friedrich. Denn spätestens am 30. Juni dieses Jahres muss der erste Spatenstich für das Vorhaben gesetzt werden – eine Bedingung der Förderung. Der Termin für den Feuerwehrgerätestützpunkt in Reichensachsen war bereits am Ende des vorigen Jahres um ein halbes Jahr verschoben worden. Zwischenzeitlich war der Entwurf des Bebauungsplanes zweimal öffentlich ausgelegt worden, die Einwendungen erörtert worden.

Nachverhandlungen mit dem Land gefordert 

Die FWG forderte den Gemeindevorstand am Montagabend während der Sitzung des Parlamentes auf, mit dem Land und dem Kreis über die Höhe der Förderung nachzuverhandeln. Bisher hat das Land eine Förderzusage von 589.000 Euro gemacht. „Das entspricht aber nicht dem Anteil, der uns als Gemeinde zusteht“, sagte Dr. Claus Wenzel.

„Wir müssten eigentlich doppelt so viel bekommen.“ Er begründet das mit den deutlich gestiegenen Baukosten. Die Fördersumme beziehe sich aber auf alte Zahlen und überholte Kalkulationsgrundlagen.

Grüngut-Platz

Bauen ist derzeit das große Thema in der Gemeinde Wehretal. Neben den Bebauungsplänen für das Feuerwehrgerätehaus steht auch der entsprechende Plan für den Grüngut-Sammelplatz, der im Zuge des Modellvorhabens „Holzige Biomasse“ in der Kommune eingerichtet werden soll. Vorgesehen ist dafür eine zirka 4000 Quadratmeter große Fläche „In den Lachen“ am Reichensächser Bahnhof.

Das Gelände wird derzeit schon vom Bauhof der Gemeinde genutzt. Laut dem Grüngut-Konzept des Kreises soll das Biomaterial dort auch geschreddert werden. Dazu bedarf es einer Genehmigung durch das Bundesimmissionsschutzgesetz – zirka 100 Tonnen Material soll hier jedes Jahr gelagert und verarbeitet werden.

Baugebiet Leimbach

Auch das Wohnbaugebiet am Leimbach in Reichensachsen soll erweitert werden. Bebaut werden soll nun Teil III. Allerdings wurde der Punkt zur weiteren Beratung in den Umwelt- und Planungsausschuss verwiesen.

Die Nordumgehung

Einhellig haben sich die Parlamentarier darauf verständigt, erneut ein Protestschreiben wegen der Nordumgehung Reichensachsens zu formulieren.

Die Initiative ging von der FWG aus. Darin wird angemahnt, dass die Umgehung seit 20 Jahren in Planung ist, aber bisher kein Termin für einen Baustart feststeht. Nicht nur das Dorf ist staugeplagt, auch die Feuerwehren müssten bei Einsätzen auf der A 44 große Umwege in Kauf nehmen. Das Protestschreiben soll von einer Abordnung der Gemeinde persönlich in der Landeshauptstadt Wiesbaden abgegeben werden.

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