Gewerbegebiet Reichensachsen: Konkrete Anfragen liegen vor

Das Gewerbegebiet Auf den Goldenen Äckern in Reichensachsen soll zwischen dem Betonwerk und der Ortsgrenze entstehen. Ein Strukturkonzept soll der Gemeinde bei den Verhandlungen mit Interessenten helfen. 

Für das geplante Gewerbegebiet in Reichensachsen liegen der Gemeinde Wehretal konkrete Anfragen vor.

Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet befindet sich derzeit in der Phase der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Das sind neben dem Landkreis und den Energieversorgern auch Hessen Mobil und die Naturschutzbehörde. Als problematisch gestaltet sich momentan insbesondere die Frage, wie das Gewerbegebiet angeschlossen werden soll: Die Gemeinde strebt eine Anbindung an die geplante Nordumgehung Reichensachsen an. 

Doch zuletzt hat Hessen Mobil in einem Gespräch im vergangenen Herbst laut Friedrich eine „ablehnende Haltung“ gegenüber einem direkten Anschluss vertreten. „Die Nordumgehung wäre für das Gewerbegebiet von großem Nutzen“, sagte Friedrich. Das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro Regiokonzept arbeite derzeit an einer Lösung für die Anbindung.

Inzwischen liegen der Gemeinde mehrere konkrete Anfragen von Interessenten vor. „Es wurden bereits zahlreiche Gespräche geführt“, sagte der Bürgermeister. Dabei handele es sich sowohl um regionale als auch überregionale Gewerbebetreibende. Interesse bekundet haben demnach ein Einzelhandel und ein Handwerksunternehmen, auch ein Autohof und eine Tankstelle sowie ein Klempner seien im Gespräch. Konkrete Interessenten benannte Friedrich nicht.

Strukturkonzept soll erstellt werden

Um den Gemeindevorstand bei der Führung von entsprechenden Verhandlungen zu unterstützen, soll nun ein Strukturkonzept für die Goldenen Äcker erstellt werden. „Hier sollten insbesondere Vorgaben entwickelt werden, welcher Art und welchen Ausmaßes die Betriebe sein sollen“, erläuterte Friedrich. Ferner soll festgelegt werden, welche Schwerpunkte gesetzt und ob ortsansässige Unternehmen bevorzugt werden. Auch, ob das Gewerbegebiet in Gänze oder in Teilen erschlossen wird, muss noch entschieden werden.

Die Erstellung dieser Richtlinie haben die Gemeindevertreter nun an den Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss überwiesen. Über den konkreten Bebaungsplan könnte die Gemeindevertretung nach den Eingaben der Träger öffentlicher Belange bereits im Oktober beraten und beschließen. Erste Grundstücke für das Gewerbegebiet, die sich aktuell noch in privater Hand befinden, will die Gemeinde noch bis Ende des Jahres erwerben.

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