Straßen sollen nach der Wahl saniert werden

Anziehungspunkt im Frühsommer: Das jährliche Wichtelfest in Reichensachsen. Der Festumzug wird traditionell von den Wichteln angeführt. Foto:  Archiv

In wenigen Tagen sind die Kommunalwahlen. Vorgestellt werden deshalb alle Gemeinden aus dem Verbreitungsgebiet der Werra-Rundschau. Heute ist Wehretal an der Reihe.

Als die Spinne im Netz bezeichnet Wehretals Bürgermeister Jochen Kistner den Hauptort Reichensachsen der Gemeinde. Der sei nämlich von den vier weiteren Orten Langenhain, Hoheneiche, Oetmannshausen und Vierbach sehr gut zu erreichen. „Vor allem die älteren Bewohner aus Langenhain gehen immer noch zu Fuß nach Reichensachsen, weil sie es so gewohnt sind“, veranschaulicht Kistner seine Aussage.

Gut aufgestellt sei Reichen-sachsen, das mit Ärzten, Lebensmittelmärkten, Geschenkelädchen und vielen weiteren kommerziellen Angeboten gut ankommt bei den Einwohnern und denen aus der Umgebung. Dort würde es auch so gut wie keinen Leerstand geben. „Uns ist natürlich schon bewusst, dass die Wohnortgemeinde Wehretal vor allem durch Reichensachsen punktet, was aber nicht heißen soll, dass wir die anderen Ortsteile vernachlässigen“, sagt Kistner.

Dort könne es aber schon mal zu Schwierigkeiten kommen, etwa in den Schulferien: Dann nämlich fahren die Busse nur noch eingeschränkt, gerade für diejenigen ohne Auto wird es dann schwer, Ausflüge zu machen. „Da müssen wir dranbleiben, dass dort Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Bürgerbus geprüft werden.“

Generell möchte der Bürgermeister wieder mehr realisieren: Dadurch, dass in den vergangenen Jahren der Haushalt konsolidiert werden musste, konnten keine riesigen Projekte umgesetzt werden. „Wir stehen zwar nicht unter dem Schutzschirm, Vorgaben vom Land Hessen haben wir aber trotzdem bekommen“, erklärt Kistner. „So ist das natürlich frustrierend, wenn man nichts verteilen kann.“ Unter dem Sparzwang haben auch die Straßen gelitten, deren Sanierung in der nächsten Legislaturperiode aber in den Angriff genommen werden soll: „Das ist ganz wichtig, die Zurückhaltung der vergangenen Jahre war nicht gesund.“

Nicht zurückgehalten haben sich weder Kistner noch die anderen Gemeindevertreter, als es um den Bahnhaltepunkt in Reichensachsen ging, den die große Mehrheit der Parlamentarier behalten möchte. Noch können den Autofahrer wie auch Fußgänger überqueren, mit der neuen Bundesstraße ist damit aber Schluss. Angefahren werden kann der Bahnhof dann nur noch von der Ortsmitte aus. Wie die Fußgänger die Gleise überqueren können, wird derzeit noch geprüft. „Es wird aber auf jeden Fall eine Lösung geben“, sagt Kistner.

Die erhofft er sich auch, was das Bürgerhaus in Reichensachsen angeht. Das ist das derzeitige Sorgenkind nicht nur des Bürgermeisters, da es ausschließlich bei Bedarf öffnet. „Es wäre schön, wenn es wieder einen regelmäßigen Betrieb geben würde. Bisher hat sich aber leider noch niemand gefunden.“

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