In den Wäldern der Region werden Hundertausende klimastabile Bäume gepflanzt

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Der wald im Werra-Meißner-Kreis wird aufgeforstet: Hunderttausende klimastabile Bäume sollen gepflanzt werden.

Nach den Schäden durch Stürme, Hitze, Dürre und Schädlingen wird der hessische Wald aufgeforstet. Die Forstämter Hessisch Lichtenau und Wehretal  pflanzen Hunderttausende Bäume.

Voraussichtlich im November soll die Aufforstung beginnen.

Der Wald hat nach Angaben von Hessen-Forst in den vergangenen 18 Monaten extrem gelitten. Angefangen hat es im Januar 2018 mit Sturm Friederike. Weiter ging es mit dem extrem trockenen Sommer 2018 und der anschließenden rasanten Vermehrung des Borkenkäfers. Und auch dieser Sommer war für den Wald zu trocken. „Lebende Forstleute haben eine solche Extremsituation noch nicht erfahren müssen“, sagt Michael Gerst, Landesbetriebsleiter von Hessen-Forst. Allein im hessischen Staatswald müssen in den nächsten Jahren über 20 Millionen neue Bäume gepflanzt und über 80 Millionen Euro investiert werden. Dafür hat Hessen-Forst das Programm „Mischwald für morgen“ ausgerufen. Gesetzt werden klimastabile Bäume.

Im Forstamtsbezirk Hessisch Lichtenau werden auf etwa 300 Hektar Fläche etwa eine halbe Million Bäume gepflanzt. „Wir werden Mischbestände mit möglichst klimastabilen Baumarten pflanzen“, sagt Forstamtsleiter Matthias Dumm. Dazu gehören Traubeneiche, Douglasie, Weißtanne, Küstentanne, Roteiche, Ahorn, Kirsche und Linde. Buche und Fichte würden sich meist natürlich verjüngen.

Dr. Thomas RysavyForstamt Wehretal

Der Leiter des Forstamts Wehretal, Dr. Thomas Rysavy, geht sogar davon aus, dass die Fichte in den nächsten zehn Jahren in unserer Region verschwinden wird. „Die Niederschläge werden in Zukunft nicht ausreichen“, sagt er. Rysavy sieht den Aufbau klimastabiler Wälder als nationale Aufgabe. „Wir müssen ganz neu denken.“ 

Die robusten nordamerikanischen Baumarten werden seiner Meinung nach zunehmen. In seinem Forstamtsbezirk wird mit Aufbau des klimastabilen Waldes in den Privatwäldern rund um Meinhard begonnen. Die Waldbesitzer seien frei, was gepflanzt werde. Eiche und Douglasie seien aber besonders beliebt.

Aufforstung gegen Klimawandel

Wissenschaftler der ETH Zürich haben festgestellt: Der Klimawandel kann durch nichts so effektiv bekämpft werden, wie durch Aufforstung. 

Bäume zu pflanzen hat das Potenzial, zwei Drittel der bislang von Menschen gemachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen. Mit den Aufforstungen in hessischen Wäldern sollen nach Angaben von Hessen-Forst standortgerechte, stabile, möglichst strukturreiche und produktive Wälder begründet werden

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