Obermühle enttäuscht über Reaktionen zum Nichtverkauf

Interessenten wehren sich

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Obed Verbeek und Malenka de Lamotte verstehen nicht, weshalb man ihnen das alte Gebäude nicht verkaufen will.

Reichensachsen. Der geplatzte Verkauf der Obermühle hat teilweise heftige Diskussionen ausgelöst. Kritik gab es auch in Richtung der beiden Kaufinteressenten Malenka de Lamotte und Obed Verbeek, die nach Meinung einiger Mandatsträger keinen schlüssigen Finanzierungsplan vorlegen konnten.

Gegen diese Vorwürfe wehrt sich nun das Paar: „Wir hatten leider nur einmal die Gelegenheit, unser Sanierungskonzept vor dem Haupt- und Finanzausschuss ausführlich vorzustellen. Dies auch vor dem Gremium der Gemeindevertreter zu tun, wurde uns verwehrt. Kein Wunder also, dass so mancher Gemeindevertreter nur ungenau zu wissen glaubt, was wir vorhaben und wie wir es umsetzen wollen“, so das junge Paar gegenüber der WR. Auf der Seite www.obermuehle.eu „kann man alles erfahren, was Sie über uns und unser Vorhaben wissen wollen“, teilt Obed Verbeek mit.

Enttäuscht sind sie über den „uns angehängten Ruf, ohne Sinn und Verstand und dann auch noch ohne ausreichende Mittel an die Obermühlensanierung heranzugehen“.

Verstehen können sie auch nicht die Diskussion über den Wert der Obermühle. 80 000 Euro wie im Vermögensplan angegeben, das wollen die beiden nicht akzeptieren, halten ihr Angebot von 30 000 Euro für durchweg realistisch.

Beim Erwerb durch die Gemeinde sei es kein Schnäppchenpreis gewesen, und es sei heute erst recht keiner, denn der Gebäudezustand habe sich während der Zeit in Gemeindebesitz erheblich verschlechtert. Durch das Ausbleiben jeglicher Unterhaltung konnte sich ein Hausschwamm breit- machen, dessen Sanierung bereits 30 000 bis 50 000 Euro kostet.

Nicht zuletzt werde die Entscheidung über einen Verkauf der Obermühle nicht von ihrem Kaufersuchen unter ungebührlichen Zeitdruck gestellt. Wer das behauptet, solle sich klarmachen, „dass wir seit dem 14. Juni 2012 schriftlich, ja inständig um ein konkretes Verkaufsangebot bitten, bisher vergeblich“.

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