150 Jahre Feuerwehr: Wettkampf, Seniorennachmittag und Festumzug

Jugendwehren stehen gut da

Knoten machen vergisst man nicht: Die Jugendwehren aus dem Werra-Meißner-Kreis traten zum Feuerwehrjubiläum in Reichensachsen gegeneinander an und lösten mit Bravour auch die kniffeligsten Aufgaben. Fotos: Rimbach

Reichensachsen. Schnell läuft ein Mitglied der Jugendfeuerwehr über eine kleine Bank, um danach die Hütchen im Slalom zu passieren, unter einem Hindernis hindurch zu gelangen und schließlich den Tennisball, der sich in einer Schale auf dem Helm befindet, in einen schwarzen Behälter zu befördern, ohne diesen dabei zu berühren.

Bei den Jugendfeuerwehrwettkämpfen am Samstag auf dem Sportplatz in Reichen-sachsen zeigten Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Werra-Meißner-Kreis neben ihrer Ausdauer und Geschicklichkeit auch, wie gut sie im Team agieren und sich die Funktionen einiger Gegenstände aus dem Feuerwehralltag merken können.

An insgesamt fünf Stationen, die jeweils aus zwei Startbahnen bestanden, sammelten sie neben Punkten für ihre Teams auch Erfahrungen. So ging es an einer der Stationen darum, ein Stück Seil zu einem vorgegebenen Knoten zu binden, wobei es neben den Punkten für die Richtigkeit auch zusätzliche für die Schnelligkeit gab. „Wer bereits in der Jugendfeuerwehr tätig war und dort die Knoten lernte, beherrscht sie auch später perfekt“, erklärt Reichensachsens Gemeindejugendfeuerwehrwart Daniel Gläßner, der auch als Mitglied des Festausschusses fungiert.

125 Jahre Feuerwehr Reichensachsen: Wettkampf, Seniorennachmittag und Festumzug

Bei einer weiteren Station ging es vor allem um die Teamarbeit der Zehn- bis 17-Jährigen. Ausgerüstet mit fünf Cola-Kisten ging es für die Viererteams darum, die jeweils hintere Kiste zum Vordermann durchzugeben, um so weiter zu kommen, ohne dabei den Boden zu berühren. Dabei musste ein Eimer mit Wasser an das Ende der Bahn befördert werden, wobei das Holzhindernis in der Mitte die Schwierigkeit etwas erhöhte.Die Punkte wurden später nach der beförderten Wassermenge vergeben. Allerdings stand bei den Wettkämpfen nicht das Siegen im Vordergrund und sie waren daher eher spielerisch gestaltet. So wurden nicht nur drei Pokale für die Teams mit den meisten Punkten vergeben, sondern auch einer für Respekt und Fairness. Für diesen Pokal achteten die Schiedsrichter an den einzelnen Stationen beispielsweise darauf, wie die Teilnehmer miteinander umgingen.

Besonders wichtig war das bei den Startbahnen, an denen das Löschen geübt werden konnte. Während ein Teammitglied in einem Fünf-Liter-Eimer Wasser für eine Löschpumpe holte, wechselten sich zwei weitere mit dem Pumpen ab. Ein weiterer Teilnehmer versuchte dann, Tischtennisbälle von Flaschen herunter- zuspritzen, die zwei Mitglieder des Teams wieder aufstellten. Trotz des Altersunterschiedes zwischen den Teilnehmern hatten alle viel Spaß an den einzelnen Aufgaben und konnten ihr Können unter Beweis stellen.

Den ersten Platz belegte die Jugendfeuerwehr aus Gertenbach, während sich Hundelshausen und Unterrieden über die zweite und dritte Platzierung freuten. Für Respekt und Fairness bei den Wettkämpfen wurde die Kinderfeuerwehr Reichensachsen belohnt.

Ebenfalls am Samstag gab es im Festzelt einen gemütlichen Kaffeenachmittag für die Senioren, die von den Schottenbales aus Reichensachsen gut unterhalten wurden. Am Sonntag schloss sich dann ab 14.15 Uhr ein großer Festumzug an, bevor gegen 16 Uhr die „Fidelen Egerländer“ mit einem Konzert den Abschluss der viertägigen Jubiläumsfeier krönten.

Von Eden Sophie Rimbach

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