Pächter lässt Frist verstreichen und soll bis Monatsende gehen

Bürgerhaus: Kein Nachfolger in Sicht

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Das Restaurant des Bürgerhauses in Reichensachsen ist geschlossen. Den Saal könnenVeranstalter über die Gemeindeverwaltung mieten.

Reichensachsen. Bis zum Monatsende soll der Pächter des Bürgerhauses in Reichen-sachsen den Betrieb geräumt haben. Die Gemeinde Wehretal hatte den Vertrag wegen Mietrückständen von mindestens 12.000 Euro gekündigt (die Werra-Rundschau berichtete darüber).

Pächter Johann Roland Paschel sollte sich bis Montag dieser Woche dazu erklären, hatte die Frist allerdings ungenutzt verstreichen lassen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. „Priorität hat für uns jetzt, das Objekt wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen und nicht die Wiederverpachtung“, sagte Bürgermeister Jochen Kistner gestern. Deswegen werde sich der Gemeindevorstand mit der Nachfolgersuche auch frühestens Anfang April beschäftigen. „Ein nahtloser Übergang wird nicht möglich sein“, so Kistner, der von „drei Bewerbern, die schriftlich Interesse bekunden“, berichtet.

Vorstellbar sei auch eine teilweise Verpachtung des Objektes. „Restaurant und Hotel gehören sicherlich zusammen“, sagte Kistner. Für den Saal kann sich der Bürgermeister aber eine andere Lösung vorstellen. Der könne auch dauerhaft wie ein Dorfgemeinschaftshaus betrieben werden.

Während Restaurant und Hotel momentan geschlossen sind, kann der Saal über die Gemeindeverwaltung für Veranstaltungen angemietet werden. Mit der Bewirtschaftung muss ein Caterer beauftragt werden. Selbstversorger können eine Küche in dem Objekt benutzen.

Frist ist verstrichen

Johann Roland Paschel hatte das Bürgerhaus in Reichen-sachsen erst im Oktober vorigen Jahres übernommen. Der langjährige Pächter Heinz Nölke verließ den Betrieb, um im benachbarten Hoheneiche ein Restaurant zu eröffnen.

Wegen derhohen Betriebskosten - vor allem für die Beheizung - gilt das Objekt als schwierig. Bei den Veranstaltern im Werra-Meißner-Kreis ist das Bürgerhaus eine beliebte Adresse, was nicht zuletzt mit der zentralen Lage zusammenhängt. Vor wenigen Jahren wurde der Gebäudekomplex aufwändig saniert und um den Hotelanbau mit fünf Zimmern erweitert.

Von Harald Sagawe

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