Kindergärten in Wehretal haben jetzt eine Photovoltaikanlagen auf dem Dach

Freuen sich über die Stromeinsparung durch die Photovoltaikanlagen wie hier auf dem Dach der Kita in Reichensachsen: (von links) Marko Ottersbach (Bauamt Wehretal) Bürgermeister Timo Friedrich, Giuseppe Stricagnolo (Solarzentrum Werra-Meißner), Martin Weisbecker (Awo-Kreisverband Werra-Meißner) und Kita-Leiterin Petra May. 

Reichensachsen/Hoheneiche – Die Kindergärten in Wehretal greifen künftig auf Sonnenenergie zurück. 

Um den Stromverbrauch der Kitas in Reichensachsen und Hoheneiche zu verringern, hat die Gemeinde sie mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. „Den Großteil des Eigenverbrauches an Strom produzieren die Kindergärten nun selbst“, erläutert Giuseppe Stricagnolo vom Solarzentrum Werra-Meißner, das die Anlagen aufgestellt hat. 

Durch sie können die Einrichtungen eine Menge Stromkosten einsparen: Der Verbrauch sinkt bei beiden um knapp die Hälfte. Bisher verbrauchte die Kita in Reichensachsen durchschnittlich 17 000 Kilowattstunden im Jahr, 19 000 Kilowattstunden waren es bei der Kita in Hoheneiche.

Zwei Anlagen im Wert von 50.000 Euro

Aus 50 Solarmodulen besteht die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Wilde Wichtel in Reichensachsen, die vergangene Woche in Betrieb genommen wurde. Die Anlage der Kita Eichenzwerge in Hoheneiche, die mit 66 Modulen noch größer ist, geht am Donnerstag ans Netz. Rund 50.000 Euro hat die Errichtung beider Anlagen insgesamt gekostet, was die Gemeinde komplett mit eigenen Mitteln finanziert hat. 

„Der Rückgriff auf erneuerbare Energien ist zukunftsweisend für unsere Gemeinde“, sagt Bürgermeister Timo Friedrich. Das Rathaus Wehretals ist bereits seit 2012 mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. „Aber besonders Kindergärten sind prädestiniert dafür“, so Friedrich weiter. Denn in ihnen findet der Verbrauch des Stroms fast ausschließlich dann statt, wenn er erzeugt wird, nämlich tagsüber. Erzeugter Strom, der nicht durch die Kitas verbraucht wird – etwa am Wochenende – geht übrigens nicht verloren, sondern wird ins Netz der Stadtwerke Eschwege eingespeist.

Auch der aktuell in Planung befindliche neue Kindergarten in Reichensachsen wird mit einer Photvovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet, gleiches gilt für das ebenfalls geplante neue Feuerwehrhaus in Reichensachsen. Die Aufrüstung bestehender Gebäude der Gemeinde ist derzeit nicht geplant.

Sparsamer Umgang mit Ressourcen 

Auch Petra May, Leiterin der Reichensächser Kita, begrüßt den Rückgriff auf Solarenergie: „Das passt gut in unser Konzept. Wir trainieren mit den Kindern den sparsamen Umgang mit Ressourcen von der Pieke auf.“ Daher werden ihnen die Erzieherinnen die Vorteile der Photovoltaikanlage erklären – und zwar, dass der Kindergarten durch sie Strom spart und somit mehr Geld für Fingerfarbe da ist.

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