Der Neubau wird größer

Kreis plant Ausbildungsstätte in neuem Gebäude für Feuerwehr Reichensachsen

So könnte er einmal aussehen: Der Neubau der Feuerwehr Reichensachsen ist derzeit in Planung, favorisiert ist ein Grundstück unweit des Betonwerks. Von der B452 wäre die rote Front mit dem Schriftzug zu sehen. Geben soll es neben einem Umkleide- sowie Besprechungszimmer auch Lager- und Funktionsräume und natürlich die Hallen für die Einsatzfahrzeuge. Auch eine Waschhalle ist vorgesehen. Foto:  Luther Bauplanung/ nh

Reichensachsen. Der geplante Neubau für die Freiwillige Feuerwehr in Reichensachsen wird nicht nur Stellflächen und Übungsräume für die örtliche Wehr haben, sondern auch Platz für die Ausbildung auf Kreisebene bieten.

Was von Wehretals Bürgermeister Jochen Kistner schon von Beginn der Planungen so ins Auge gefasst wurde, ist jetzt vom Pressesprecher des Werra-Meißner-Kreises Jörg Klinge bestätigt worden. „Tatsächlich möchte sich der Kreis beteiligen und dort eine weitere zentrale Ausbildungsstätte schaffen.“

Insbesondere die Lehrgänge für den Truppmann und den Truppmannführer sowie die Qualifikation für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen sollen dort ausgebildet werden. Zudem sollen für den Kreis zwei Stellflächen gebaut werden, um dort Katastrophenschutzfahrzeuge wie den Einsatzleitwagen zwei unterzubringen. „Daher wird der Kreis Teile der Kosten der Übungsfläche, des Übungsturms, der Parkplätze und der Ausbildungsräume“ sowie für die zwei Stellflächen übernehmen. „Im Bedarfs- und Entwicklungsplan des Kreises sind hierfür Mittel in Höhe von rund 422.000 Euro vorgesehen“, nennt Klinge eine Zahl, die aus der Kostenschätzung des Architekten stamme.

Insgesamt geht Kistner derzeit von Kosten von zwei Millionen Euro für den Neubau aus. Weil sich diese Summe aber erst einmal nur an den Planungskosten orientiere, sei es deshalb jetzt noch viel zu früh, diese als verlässlich zu bezeichnen. Fest steht aber, dass die Kosten geteilt werden: Neben den vorgesehenen 422.000 Euro des Kreises für deren Anteile kommen von dem noch weitere zehn Prozent der festgesetzten zuwendungsfähigen Ausgaben hinzu (derzeit wird mit gut 98.500 Euro kalkuliert), das Land Hessen hat mit knapp 600.000 Euro ebenfalls seine Unterstützung zugesagt. „Eigentlich sollten wir 390 000 Euro bekommen, wir konnten glücklicherweise aber noch einmal nachverhandeln und alles rausholen, was nur möglich war“, sagt Kistner, dessen Gemeinde das restliche Geld aufbringen muss.

Bis das Geld ausgegeben werden kann, müssen die Planungen jetzt aber erst einmal ins Detail gehen: Derzeit bearbeitet die Feuerwehr ein Konzept, das nach den Sommerferien im Haupt- und Finanzausschuss und anschließend in der Gemeindevertretung besprochen werden soll. Erst mit den fertigen Planungen kann dann der Bauantrag gestellt werden. „Ich rechne damit, das die Arbeiten noch 2019 beginnen können“, gibt Kistner einen Ausblick.

Spätestens dann steht natürlich auch fest, wo überhaupt gebaut wird: Favorisiert wird ein Grundstück unweit des Betonwerks.

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