Wehretal prüft, ob gemeindeeigene Räume in Reichensachsen umgebaut werden können

Künftig mehr Platz für die Feuerwehr?

Der untere Bereich gehört schon der Feuerwehr: Dort stehen die Einsatzfahrzeuge, ein kleiner Raum in Inneren wird zudem für Sitzungen genutzt. Die oberen Räume stehen derzeit weitestgehend leer. Foto: Wüstefeld

Reichensachsen. Die Freiwillige Feuerwehr in Reichensachsen möchte sich räumlich vergrößern. Bisher ist die ebenerdig am Platz der Normandie untergebracht.

Geht es nach dem Vorsitzenden der Feuerwehr Gisbert Pfaff, sollen aber künftig auch noch die Räumlichkeiten in der ersten Etage genutzt werden können. In denen war einst die Gemeindeverwaltung untergebracht, seit deren Umzug in das benachbarte ehemalige Schulgebäude werden die Räume aber kaum noch genutzt. Beraten wird über die Erweiterung heute Abend im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss, bevor sich Ende Juli die Gemeindevertretung mit diesem Thema befasst.

„Die Feuerwehr möchte oben gerne ihre Verwaltung und einen Sitzungsraum unterbringen“, sagt Bürgermeister Jochen Kistner. Unten sei dafür kaum Platz, die Verhältnisse dort seien beengt. Grundsätzlich sei dagegen nichts einzuwenden, die Räume müssten jedoch umgebaut werden: Die reinen Baukosten liegen laut Kistner bei 223 000 Euro. Stemmen kann das die Gemeinde als Eigentümer des Gebäudes nicht allein, weshalb Förderungen beim Land und beim Kreis beantragt worden sind. Übrig bleiben würden für die Gemeinde dann noch knapp 95 000 Euro, werden die Anträge genehmigt.

Wann eine Antwort kommt, weiß Kistner nicht. Auch, ob das Land Hessen den Umbau fördert, weiß der Bürgermeister nicht. Denn normalerweise werden nur Neubauten unterstützt, bei Umbauten müsse immer ein Sonderfall greifen. Den hofft die Freiwillige Feuerwehr Reichensachsen gefunden zu haben: Sie ist mittlerweile eine Stützpunkt-Feuerwehr, zudem werden die Kinder und Jugendlichen gefördert. Dadurch kommen natürlich auch Mädchen und Frauen zu der Feuerwehr, die gesonderte Umkleiden brauchen. Zudem betreuen die Feuerwehrkräfte die Arbeiten zum Bau der A 44 und werden diese nach Fertigstellung weiter zu ihrem Bereich zählen. „Die Anforderungen sind also gewachsen, was sich positiv auf die Rückmeldung des Landes auswirken könnte“, erklärt Kistner.

Von Constanze Wüstefeld 

• Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Wehretal trifft sich am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr im Sitzungszimmer der Gemeindeverwaltung, Landstraße 70. Neben dem möglichen Umbau stehen auch noch die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Gemeindeverwaltung und der Bebauungsplan „Beim Tannenbaum“ auf der Tagesordnung.

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