In Wehretal scheitert Antrag von Dr. Claus Wenzel, Laternen eine weitere Stunde abzuschalten

Straßenlaternen bleiben nachts drei Stunden aus

Werden von 1 Uhr bis 4 Uhr abgeschaltet: die Straßenlaternen in der Gemeinde Wehretal. Foto:  Archiv

Vierbach. Die Straßenbeleuchtung in Wehretal ist weiter ein Thema bei den Gemeindevertretern. Bei ihrer Sitzung am Freitagabend in Vierbach brachte Dr. Claus Wenzel diesen Punkt wieder ins Gedächtnis der 22 Parlamentarier, indem er forderte, die Laternen um eine weitere Stunde in der Nacht abzuschalten.

Seit einem halben Jahr ist das bereits von 1 Uhr bis 4 Uhr der Fall. „Das spart sowohl Stromkosten als auch Kilowattstunden ein“, begründete Wenzel seinen Antrag, der in seine Rede damit einstieg, dass man etwas für den Klimawandel tun müsse.

Doch bei den Gemeindevertretern, die den Antrag letztlich mehrheitlich ablehnten, stieß er damit nicht unbedingt auf offene Ohren: Zwar sei es natürlich richtig, dass alle etwas für den Klimawandel und für die Haushaltskasse tun müssten, zu dem jetzigen Zeitpunkt wolle seine Fraktion dem Antrag jedoch noch nicht zustimmen, sagte Dieter Neuser von der SPD-Fraktion. „Wir wollen die jetzige Abschaltung erst einmal bewerten.“ Zudem sehe er es gerade in den Wintermonaten kritisch, wenn man das Licht für eine weitere Stunde ausschalte. „Die Abschaltung ist schon jetzt nicht unumstritten.“

Diese Aussage zumindest hätte gerne FWG-Mann Wolfhard Austen vom Bürgermeister Jochen Kistner bestätigt. „Wenn wir darüber entscheiden wollen, wie lange wir nachts das Licht ausschalten können, brauchen wir eine Rückmeldung aus der Bevölkerung über den jetzigen Schritt, die Laternen von 1 bis 4 Uhr auszuschalten.“ Außerdem würden ihm Zahlen fehlen, die das Einsparen von Strom und damit von Kosten bestätigen.

Laut Wenzel, der der SPD Trägheit vorwarf, gibt es die bereits: 5700 Euro würden durch die derzeitige nächtliche Abschaltung pro Jahr eingespart werden. Bestätigen wollte Kistner die noch nicht: „Wir haben noch keine Zahlen, die Abrechnung bekommen wir erst Ende des Jahres."

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