Wehretal: Dr. Claus Wenzel (CDU) möchte auch bei der Straßenbeleuchtung sparen

Nachts Licht ausschalten

Reichensachsen. Dr. Claus Wenzel schlägt vor, dass die Gemeinde Wehretal ihre Bürger auffordert, Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung bei der Gemeindeverwaltung persönlich, schriftlich, über die Homepage oder über den Ortsvorsteher einzureichen, um dies in den Gremien zu beraten und darüber abzustimmen. Der Gemeindevertreter, der erst in der vergangenen Woche aus der CDU-Fraktion wegen zu viel Opposition gegen die SPD-Mehrheit ausgeschlossen worden war, möchte, dass wirkungsvolle Vorschläge mit einem Wehretaler Einkaufsgutschein oder der Teilnahme am Weihnachtsessen der Gemeindevertretung prämiert werden.

„Als christdemokratischer Gemeindevertreter schlage ich eine sinnvolle und sozial verträgliche Mischung aus Einsparungen sowie Einnahmenerhöhungen vor“, sagt Wenzel. Wie in zwölf anderen von sechzehn Kommunen im Werra-Meißner-Kreis könne auch in Wehretal auf eine durchgehende Straßenbeleuchtung zwischen 23 und 5 Uhr verzichtet werden. „Das wäre nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern spart etwa 35 000 Euro im Jahr.“ Weil die Jugendpflegerin ihre Tätigkeit in Wehretal ohnehin bald beende, plädiere er für eine Einstellung der Jugendpflege. Wenzel rechnet vor, dass dafür im vergangenen Jahr allein 53 000 Euro an Personalkosten angefallen seien. „Die Jugendlichen sollten lieber in die Vereine eintreten, die eine hervorragende Arbeit leisten, aber häufig über Nachwuchssorgen klagen.“ Ein Teil des eingesparten Geldes könne den Vereinen für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden. Die Ferienspiele könnten auch extern eingekauft oder von den Vereinen organisiert werden. Weil Wehretal im Vergleich zu anderen Kommunen nur eine geringe Hundesteuer erhebe, sieht Wenzel auch hier noch Potenzial.

Der CDU-Politiker mahnt zu viel mehr Wirtschaftlichkeit bei der Erfüllung der gemeindlichen Pflichtaufgaben: „Es müssen nicht immer zwei Bauhofmitarbeiter im Schneepflug sitzen und unnötig Überstunden aufbauen. Die Auftragsvergabe muss, wie jüngst von der Wirtschaftprüfungsgesellschaft PWC kritisiert, transparenter erfolgen. Im Einkauf liegt ein hohes Einsparpotenzial.“

Von Harald Sagawe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare