Dringende Arbeiten am Leitungsnetz

Oetmannshausen: Wasser wird für gut acht Stunden abgestellt

Oetmannshausen. Die Wasserversorgung in dem Wehretaler Ortsteil Oetmannshausen wird am kommenden Dienstag, 24. Oktober, für etwa acht Stunden abgestellt. Von 8 bis ca. 16 Uhr müssen die Einwohner auf das Wasser aus dem Hahn verzichten.

Warum wird die Wasserversorgung ausgesetzt?

Wegen dringender, nicht aufschiebbarer Arbeiten am Wassernetz – so steht es auf der Homepage der Gemeinde Wehretal. Die sei deshalb gezwungen, die Wasserversorgung außer Betrieb zu nehmen. In dem veranschlagten Zeitraum von etwa acht Stunden seien die Arbeiten erfahrungsgemäß auch für den Fall, dass es zu Komplikationen kommt, auszuführen, sagt Marko Ottersbach von der Gemeindeverwaltung.

Was sind das für Arbeiten, die erledigt werden?

An der Fallleitung, die das Wasser vom Hochbehälter in Richtung Oetmannshausen transportiert, müssen wichtige Absperrvorrichtungen (Schieber), die defekt sind, ersetzt werden. In diesem Zuge wird auch ein neuer Abzweig zur Versorgung der Autobahn-Bauwerke installiert. Die Stadtwerke Eschwege, die die Wasserversorgung in Wehretal betreiben, werden mit mehreren Arbeitsteams gleichzeitig die Reparaturarbeiten angehen; für sie handelt es sich um normale Bauarbeiten.

Wozu sind die Schieber gut?

Zum einen können die Rohre dadurch geschlossen werden, damit kein Wasser mehr durchfließt; Reparaturen an der Fallleitung sind so schneller und einfacher zu bewerkstelligen. Zum anderen werde dadurch aber auch die Zuverlässigkeit der Wassereversorgung in Oetmannshausen gesteigert, sollte in Zukunft mal ein Notfall auftreten: Durch die Schieber lasse sich das Wasser regulieren, sagt Ottersbach.

„Erst im August kam es zu einem Bruch in der Fallleitung, sodass Oetmannshausen kein Wasser mehr hatte. Das war glücklicherweise nachts, sodass das kaum jemand mitbekommen hat.“ Am Morgen sei das Problem bereits wieder behoben gewesen. „Durch die neuen Schieber kann das dann nicht mehr passieren, dass der Ort ohne Wasser bleibt.“

Acht Stunden kein Wasser aus der Leitung – wie können die Einwohner vorsorgen?

Indem sie sich einen Wasservorrat anlegen, rät Ottersbach. „Wer eine Badewanne hat, sollte die ruhig volllaufen lassen.“ 200 Liter würden dort meist hineinpassen – wesentlich mehr als die durchschnittlichen 82 Liter, die ein Bürger täglich verbrauchen würde.

Kann mittags mit dem vorrätigen Wasser gekocht und das dann in den Abguss geschüttet werden?

Ja, sagt Ottersbach. „Die Arbeiten haben nichts mit dem Kanalnetz zu tun.“ Ergo könne das Wasser auch in die Toilette geschüttet werden. Alle Wasserhähne in der Hausversorgung sollten aber während der gesamten Zeit geschlossen gehalten werden, damit bei der Freigabe der Wasserversorgung kein Schaden durch unkontrolliert austretendes Wasser entstehen kann.

An wen können sich die Einwohner wenden, falls Unklarheiten auftreten?

Entweder an Marko Ottersbach von der Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer 0 56 51/94 90 31 oder an Armin Langlotz von den Stadtwerken Eschwege (ab Montag): 0172/5 60 77 83.

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