2011 hat der Verein den Sportplatz komplett erneuert

SV Reichensachsen: Erfolgreich mit dem Kunstrasen

+
Stolz auf den Kunstrasen: Hans-Peter Apel, Leiter der Fußballabteilung beim RSV, hat sich für den neuen Rasenplatz eingesetzt.

Reichensachsen. Gute Flutlichtanlage, Spiele bei jedem Wetter, einen neu gepflasterten Vorhof - der SV Reichensachsen hat 2011 erheblich in einen neuen Fußballplatz mit Kunstrasen investiert. Und das hat sich gelohnt: Von 29 Spielen in der Saison 2012 hat die 1. Mannschaft des SVR 25 gewonnen.

Etwas teurer sei der Platz geworden - anstelle der kalkulierten 600 000 Euro habe man 650 000 Euro investiert. „Aber welche Baustelle wird nicht teurer“, sagt Hans-Peter Apel, Leiter der Fußballabteilung beim SVR. Gerüchte, dass die Mitgliedsbeiträge dadurch steigen würden, weist er zurück. „Über eine Beitragserhöhung wurde noch nicht einmal nachgedacht“, sagt er. Apel hatte die Idee zum Kunstrasenplatz 2007 eingebracht. Damals spielte der SVR mit vier Mannschaften in der Gruppenliga Kassel. „Die hatten fast alle Kunstrasen - und damit riesige Vorteile“, sagt er. Denn im Gegensatz zu den Reichensächsern konnten die Kasseler Vereine auch im Winter trainieren. „Ein Kunstrasen hat einfach nur Vorteile und wir sind sehr stolz, dass wir nun auch einen haben“, sagt Apel. Auf dem künstlichen Grün könne eben immer trainiert und gespielt werden - auch wenn es aus Eimern schüttet. In der vergangenen Saison ist kein Spiel oder Training beim SVR ausgefallen. Einen Naturrasenplatz hingegen habe man bei Regen an einem Trainingsabend ruiniert und dann gebe es nur noch Schlammschlachten. Zudem ist ein Kunstrasen wesentlich robuster und kann theoretisch rund um die Uhr bespielt werden. „Naturrasen hält etwa zwölf Stunden Spielzeit in der Woche aus“, erklärt Apel. Bei insgesamt 13 Fußballmannschaften - von der Jugend bis zu den Senioren - komme der Platz allerdings wesentlich öfter zum Einsatz. Deshalb ist der Kunstrasenplatz auch weit über die Grenzen Reichensachsens beliebt: Einige Vereine haben Interesse bekundet, andere Vereine haben bereits schon Termine für Testspiele geblockt. „Sogar aus Thüringen kommen Fußballvereine, um hier Spiele abzuhalten“, sagt Apel.

Vier Jahre hat Apel für den Platz kämpfen müssen. „Bürgermeister Jochen Kistner hat das Projekt sogar erst belächelt“, sagt Apel. Allerdings habe er dann im Österreich-Urlaub selbst Kunstrasen erlebt und sei überzeugt worden. Auch Landrat Stefan Reuß habe das Projekt unterstützt. Letztlich hat der Verein von der Gemeinde 285 000 Euro, vom Land Hessen 110 000 Euro und vom Landkreis 55 000 Euro Zuschüsse erhalten. „Den Rest haben wir über Kredite finanziert - genau wie bei unserem Vereinsheim, welches mittlerweile abbezahlt und Eigentum des SVR ist“, sagt Apel.

Von Diana Rissmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare