Reichensachsen: Höchste Auszeichnung für den Werratalverein

Auszeichnung: Staatsminister Michael Roth (rechts) überreicht die Eichendorff-Plakette an Bernd Eisenberg.

Reichensachsen. Seit 125 Jahren setzt er ein gemeinsames Zeichen für die schöne Natur im Werratal und das Wandern: Der Werratalverein Reichensachsen feierte dieses Jubiläum mit einem Festkommers am Samstag im Bürgerhaus in Reichensachsen.

Bernd Eisenberg, Vorsitzender der Wandergemeinschaft, freute sich über die zahlreichen Gäste und begrüßte sie mit einem Rückblick auf die Vereinsgeschichte. „Als der Werratalverein Reichensachsen als Werratalverein Zweigverein Boyneburg gegründet wurde und Baron von Boyneburgk den Vorsitz übernahm, stand die Geselligkeit im Vordergrund“, stellte er fest. „Erst mit der Übernahme durch den Vorsitzenden Heinrich Wienesen und das Anlegen des Wichtelbrunnens drehte sich im Verein alles hauptsächlich um den Wichtelbrunnen, was bis heute anhält“, berichtete Eisenberg. Einen genaueren Einblick in die Geschichte des Werratalvereins Reichensachsen gab Ehrenvorsitzender Wilfried Haase den Gästen. Anlässlich des Jubiläums hatte er eine Chronik des Vereines erstellt.

Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Jochen Kistner, Jürgen Zick, Vorsitzender des Werratalgesamtvereins und Jürgen Beck von der Allianz der Wehretaler Vereine gratulierten und freute sich über das langjährige Bestehen. Selbst die Wichtel ließen es sich nicht nehmen, vom Spitzenberg herabzusteigen und am Festkommers teilzunehmen. Gemeinsam mit Festredner Alfred Ingrisch überbrachten sie ihre Wünsche.

Eine ganz besondere Ehre wurde den Wanderern durch Staatsminister Michael Roth zuteil: Er überreichte Bernd Eisenberg die höchste Auszeichnung für Wander- und Gebirgsvereine, die Eichendorff-Plakette. „Wandern ist heute keine Sache für alte Leute, es ist ein Volkssport“, meinte Roth. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie weiter viele Menschen für das Wandern begeistern können.“

Für ihren unermüdlichen Einsatz am Wichtelbrunnen wurden Heinz Ahrens, Gerhard Schmidtke und Bernd Schubert mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet, denn neben dem gemeinsamen Wandern steht der Wichtelbrunnen im Zentrum des Vereins.

Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat lädt die Wanderhütte Menschen von nah und fern zum Verweilen ein. Das Bergfest am 3. September muss aus organisatorischen Gründen ausfallen, der Wichtelbrunnen hat jedoch ganz normal geöffnet.

Selina Kaiser

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