Wandern steht im Fokus

Werratalverein Reichensachsen feiert ab Samstag 125-jähriges Bestehen

Vereinsheim des Werratalvereins Reichensachsen: die Hütte am Wichtelbrunnen. Zeichnung:  privat

Reichensachsen. Ein ruhiger und idyllischer Ort, der zum Verweilen einlädt: Das ist der Wichtelbrunnen in Reichensachsen. Nicht von ungefähr nannte schon 1928 der Wanderfreund Hermann Ritter aus Kassel diese Anlage „die Perle Reichensachsens“.

Unter anderem hier soll deshalb auch das 125-jährige Bestehen des Werratalvereins Reichensachsen mit seinen 208 Mitgliedern gefeiert werden, erzählt der Vereinsvorsitzende Bernd Eisenberg.

Die Gründung

Gegründet wurde der auf der Jahreshauptversammlung des WTV-Hauptvereins in Hann. Münden am 26. Juni 1892. Den Berichten zufolge bestand der Zweigverein aus einzelnen Gruppen der Gemeinden Bischhausen, Hoheneiche, Oetmannshausen, Langenhain, Wichmannshausen und Reichensachsen. Zur damaligen Zeit zählte der Verein 42 Mitglieder. Man gab sich den Namen „Zweigverein Boyneburg“. In den folgenden Jahren bis 1936 reduzierte sich jedoch die Anzahl der auswärtigen Mitglieder, sodass im Jahre 1936 eine Namensänderung in „Zweigverein Reichensachsen“ stattfand.

Der Wichtelbrunnen

Bild aus vergangenen Zeiten: Der Wichtelbrunnen ist seit seiner Errichtung 1894 ein beliebtes Ausflugsziel. Foto:  privat

Im Jahr 1901 übernahm der damalige Postverwalter Friedrich Wienessen den Vorsitz. Doch schon 1894 begann er mit Verschönerungsarbeiten am Spitzenberg und legte die ersten Wanderwege dort an. Hierbei entdeckte er eine kleine Bergquelle, die man einige Meter bergab leitete – der „Wichtelbrunnen“ entstand. 1906 ließ Wienessen dann eine Schutzhütte errichten, deren Ausbau kontinuierlich voranging. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg lag das Vereinsleben dann völlig lahm.

In den folgenden Jahren wurde unter dem unbeugsamen Idealismus der Vereinsmitglieder der Neuauf-, Aus- und Umbau des Wichtelbrunnens in mehreren hundert Arbeitsstunden jährlich immer wieder vorangetrieben. Dem Ehrenvorsitzenden Wilfried Haase ist es unter anderem zu verdanken, dass das Vereinsheim von 1996 bis heute in eigener Regie bewirtet wird; das Arbeitsteam besteht derzeit vor allem aus Gerhard Schmidtke, Heinz Ahrens und Bernd Schubert. Der Wichtelbrunnen liegt an den Wanderwegen 24/25 und dem Premiumwanderweg P 19 .

Die Wanderungen

Mitte der 80er-Jahre entstand unter Wanderwart Bernd Schubert eine Wandergruppe, die bis heute bei regelmäßigen Wanderungen zum Beispiel den Werraburgensteig, den Rennsteig sowie viele weitere schöne Ziele unter die Wanderschuhe nimmt. Im Jahr 1992 wurde eine Seniorenwandergruppe ins Leben gerufen. Diese wurde unter der Leitung von Walter Lohr (92-97), Martin Drewniok (97-07), Helga Sauer und Roswitha Trube (bis 2016) geführt. Die Wandergruppen nahmen auch regelmäßig an den Deutschen Wandertagen teil. Im Jahre 1999 wurde der Verein in „Werratalverein Reichensachsen 1892“ umbenannt. (cow) 

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