Schäden im Wald durch Orkan Friederike geringer als bei Kyrill

Bäume fielen wie Streichhölzer: Orkan Friederike hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen, unter anderem zwischen Hedemünden und Ellerode. Im Hintergrund sieht man die Windradbaustelle bei Schloss Berlepsch. Foto: Mühlhausen/Landpixel

Werra-Meißner. Mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern war Orkan Friederike der stärkste Sturm seit Orkan Kyrill im Jahr 2007 – die Schäden im Wald in der Region sind aber diesmal nicht so hoch wie vor elf Jahren, sagen die Leiter der Forstämter in Hessisch Lichtenau und Wehretal, Matthias Dumm und Dr. Thomas Rysavy.

„Das ist etwas über ein Drittel von dem, was während Kyrill umgefallen ist.“

Im Bereich Hessisch Lichtenau sind 100 000 Festmeter Holz gefallen – das entspricht laut Dumm der Menge, die das Forstamt sonst pro Jahr einschlägt. In Wehretal waren es rund 45 000 Festmeter. Große Schäden gab es bei Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf, der Kaufunger Wald sei glimpflicher davon gekommen. Anders als bei Kyrill sind dieses Mal keine Hänge „abrasiert“ worden, dafür fielen einzelne Bäume oder kleine Gruppen, sagt Dumm. Die Aufräumarbeiten werden wohl bis zum Sommer dauern. Geplant ist, dass dazu Harvester eingesetzt werden, weil dieses Verfahren schneller und sicherer für die Forstarbeiter ist. Bis die Holzernte-Maschinen starten können, müssen jedoch die Waldböden weiter abtrocken. „Derzeit ist es zu weich für schwere Maschinen.“ Schäden an Wald- und Wanderwegen werden kaum zu vermeiden sein.

Straßen und Hauptwege seien zwar wieder geräumt, dennoch sollte man Aufenthalte im Wald bis zum Frühjahr vermeiden, weil viele Bäume nicht mehr standsicher sind, so Dumm. Die Wintersportbereiche auf dem Meißner könnten aber gefahrlos besucht werden. 

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