Vor der Stadt ausgebremst

Baustellen an Zufahrtswegen nach Eschwege sorgen für Behinderungen 

Eschwege. Wer dieser Tage mit dem Auto in die Kreisstadt Eschwege fahren will, hat es alles andere als leicht.

Seit Monatsbeginn findet sich auch an der bis dato freien Ortseinfahrt am Weidenhäuser Kreuz eine Baustelle – und der Unmut der Pendler wächst.

Reichensachsen

Noch bis weit in den Juli hinein ist die Ortsdurchfahrt Reichensachsen in Richtung der Kreisstadt Eschwege gesperrt (wir berichteten). Die offizielle Umleitungsstrecke, die zwischen Hessen Mobil, der Kreis- sowie der Gemeindeverwaltung abgestimmt ist, leitet den Verkehr über die Bundesstraße 27 bis zum Weidenhäuser Kreuz. Doch dort wird seit einigen Tagen ebenfalls gebaut. Die Folge: meter-, zu Stoßzeiten sogar kilometerlange Autoschlangen, die sich ab Niederhone im Schritttempo Richtung Kreisstadt quälen.

Weidenhäuser Kreuz

3,7 Millionen Euro sind für das Bauprojekt am Weidenhäuser Kreuz veranschlagt: Saniert werden noch bis Ende des Jahres drei Brücken. Dabei wird unter anderem die Fahrbahnoberfläche erneuert; die Unterführung der Bundesstraße 27 sowie die Bahnstrecke instandgesetzt. Der Verkehr fließe nun zwar an der Baustelle vorbei in beiden Richtungen – mit Behinderungen sei aber laut Auskunft von Annette Kümpel, Sprecherin von Hessen Mobil, zu rechnen. „Die verstärkten Störungen sind uns bekannt“, bestätigt Kümpel. „Sie werden auf den Mehrverkehr aufgrund der Sperrung der Ortsdurchfahrt Reichensachsen zurückgeführt.“

Langenhain

Zwar keine offizielle Umleitungsstrecke, aber zum Ärger der Anwohner nun oft als Ausweichstrecke nach Eschwege genutzt ist der Langenhainer Weg. Doch auch mit diesem Schleichweg soll es bald vorbei sein: Ab Juni wird er in Zusammenarbeit von Hessen Mobil, der Stadt und den Stadtwerken grundhaft erneuert. Nach Angaben von Hessen Mobil wird bis in den August 2017 in zwei Bauabschnitten gearbeitet, die Kosten sind derzeit mit 520 000 Euro veranschlagt.

Weitere Sperrung bis September

Auch die Brücke über die Bundesstraße 249 zwischen Niederhone und Jestädt ist derzeit voll gesperrt. Wie Hessen Mobil mitteilt, wird das Bauchwerk noch bis Mittwoch, 7. September, nicht befahrbar sein. „Grund sind Instandsetzungsarbeiten am Bauwerk sowie die Erneuerung des Fahrbahnbelags“, teilt Annette Kümpel von Hessen Mobil mit. Die Umleitung über die Thüringer Straße und die Kaniabrücke sei aber ausgeschildert. Weitere Informationen:

www.mobil.hessen.de

Von Emily Spanel

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