Geänderte Verbindungen in den Ferien

Statt Bussen gibt es Anrufsammeltaxen

Vierbach. Ausschlafen, sich mit Freunden treffen und lange wach bleiben: Die Ferienzeit, die jetzt wieder begonnen hat, ist für die Schüler immer ein Genuss. Für andere Bevölkerungsteile hingegen beginnt dann eine Umstellung: Die Busse fahren nicht mehr zu den gewohnten Zeiten und nicht mehr in dem Umfang, wie man es von Schulzeiten gewohnt ist.

 „Vor allem in den kleineren Ortsteilen schränkt das die Mobilität derjenigen, die kein Auto besitzen, schon sehr ein“, sagt Wehretals Bürgermeister Jochen Kistner. Für ihn liege die ferienbedingte Änderung darin begründet, dass der Busverkehr mittlerweile auf der Schülerbeförderung basiert.

Der Geschäftsführer der Nahverkehrs Werra-Meißner GmbH Horst Pipper bestätigt das: „Es gibt keinen reinen Schulverkehr mehr.“ Schüler sowie alle anderen Personen nutzen schon seit längerem die gleichen Busse, weshalb außerhalb der Ferien mehr Personen befördert werden. „Dadurch sind die Anbindungen zu Schulzeiten dann auch höher.“ Was nicht bedeute, dass die Menschen, zum Beispiel in Vierbach, gar nicht mehr wegkommen: „Wir bieten da, wo keine Busse eingesetzt werden, Anruf-Sammel-Taxen (AST) an“, erklärt Pipper. Das seien Taxen, die mindestens eine halbe Stunde früher angerufen werden müssten, bevor die Fahrt stattfinden soll. Zu welchen Uhrzeiten die abfahren, stehe auf den Fahrplänen, „der AST-Verkehr ersetzt aber nicht eins zu eins die Busse“. Vielmehr gelte in den Ferien ein geänderter Fahrplan, der die Anbindung an ein Hauptzentrum wie Eschwege alle zwei Stunden garantiere. „Erhebungen haben ergeben, dass die angebotenen Verbindungen während der Ferienzeit ausreichen.“

Ärger in Oetmannshausen 

Unabhängig von den Verbindungen zur Ferienzeit herrscht in Oetmannshausen derzeit Unmut über die Nahverkehr Werra-Meißner GmbH (NWM). Durch das neue Liniennetz, das Mitte Dezember umgesetzt wurde, ist die Bushaltestelle mitten im Ort weggefallen. Damit die Kinder nun in den Schulbus nach Waldkappel einsteigen können, müssen sie zur Haltestelle an der viel befahrenen Hauptstraße.

„Die Eltern machen sich jetzt Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder“, sagt Wehretals Bürgermeister Jochen Kistner. Horst Pipper vom NWM widerspricht jedoch: „Zum einem kann die Schulwegverantwortung nicht auf uns abgeschoben werden, zum anderen gibt es eine Überquerung, sodass den Schülern diese Haltestelle zuzumuten ist.“

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