Hoheneiche

Hoheneiche: Tempo-30-Zone für den ganzen Ortsteil

Anger soll einbezogen werden: Hoheneiches Ortsvorsteherin Erika Großkurth in der Ortsmitte. Auch dieser Bereich soll in die Verkehrsberuhig einbezogen werden.
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Anger soll einbezogen werden: Hoheneiches Ortsvorsteherin Erika Großkurth in der Ortsmitte. Auch dieser Bereich soll in die Verkehrsberuhig einbezogen werden.

Hoheneiche soll ab der historischen Brücke verkehrsberuhigt werden. Dort soll bald nur noch Tempo 30 gefahren werden.

Hoheneiche – Der Wehretaler Ortsteil Hoheneiche soll komplett in eine Tempo-30-Zone umgewandelt werden – so zumindest der Wunsch des Ortsbeirates. „Eine besondere Gefahrenstelle ist die Kreuzung an der Kirche“, sagt Ortsvorsteherin Erika Großkurth. In der unübersichtlichen Kurve auf dem zentralen Platz treffen die Leipziger Straße und mehrere kleine Nebenstraßen aufeinander.

Deshalb soll ab der der historischen Steinbrücke, die praktisch das Entree des Ortes bildet, nur noch Tempo 30 gefahren werden dürfen. Das bedeutet zugleich, dass dann überall die Regel „rechts vor links“ gilt.

Frequentiert wird die Straße vor allem von Anwohner und den Eltern, die ihre Kinder in die Kita Eichenzwerge am Dorfgemeinschaftshaus in Hoheneiche bringen.

Bei den Plänen des Ortsbeirates will der Gemeindevorstand unterstützen, verspricht der erste Beigeordnete Dieter Krämer.

Doch bei der etwa 150 Meter lange Strecke der Leipziger Straße zwischen Brücke und der Kreuzung an der Kirche und dem Anger muss nun die Rechtslage geklärt werden, denn der Abschnitt ist eine Kreisstraße – darüber kann die Kommune nicht entscheiden. „Wir müssen das mit dem Landkreis klären – dazu muss die Behörde angehört werden“, bestätigt Christina Koch vom Wehretaler Ordnungsamt.

Während ab der Steinbrücke Tempo 30 gelten soll, ist vor der Brücke in der sogenannten Hoheneicher Vorstadt weiter Tempo 50 vorgesehen, das heißt für die Reichensächser Straße und den Abschnitt der Leipziger Straße bis zum historischen Bahnhof in Hoheneiche.

Um das Vorhaben voranzutreiben, gab es Anfang August dieses Jahres eine Ortsbegehung mit dem Hoheneicher Ortsbeirat, Bürgermeister Timo Friedrich, dem Ordnungsamt und dem Bauhof. „Dabei haben wir uns gemeinsam angeschaut, was im Ort möglich ist“, sagt Krämer.

Einige Verbesserungen haben die Hoheneicher aber in den letzten Jahren bereits erreicht. Denn im Zuge der Dorferneuerung wurde in der Ortsmitte nicht nur der Straßenasphalt erneuert und frisch gepflastert, auch für die Leipziger Straße, die bis dato eine abbiegende Hauptstraße war, wurde dort die Rechts-vor-Links-Regel eingeführt. Das gesamte Neubaugebiet in Hoheneiche ist bereits verkehrsberuhigt.

Hoheneiche erfüllt Kriterien nicht

Andererseits wurde der Wehretaler Ortsteil, der sich in direkter Nachbarschaft der stark befahrenen Bundesstraße 27 befindet, nicht in den Lärmminderungsplan aufgenommen wurde. Eine Anfrage an das Regierungspräsidium in Kassel ergab, dass es sich erst um einen sogenannten Lärmkonfliktpunkt handelt, wenn mehr als zehn Betroffene Anwohner nacht mit mehr als 55 Dezibel belastet sind und am Tag mit Lärm ab 65 Dezibel. „Hoheneiche erfüllt dieses Kriterium nicht“, heißt es in der Stellungnahme des RPs. Die Situation soll bei der nächsten Runde der Lärmaktionsplanung neu geprüft werden. (Von Stefanie Salzmann)

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