Erlebnistage vermitteln 400 Schülern den Lebensraum von Pflanzen und Tieren

Den Wald ans Herz legen

Ein Waldarbeiter erläutert den Kindern das Baumfällen und die Holznutzung. Foto: Hessenforst

Eschwege. Das Forstamt Wehretal mit der Revierförsterei Eschwege hat wieder Walderlebnistage für Grundschüler durchgeführt. Rund 400 Kinder aus 24 Klassen und zwölf Schulen des Werra-Meißner-Kreises haben daran teilgenommen, verweist Förster Rolf Schulz auf die starke Nachfrage durch die Schulen. Ort des Geschehens war der Schlierbachswald.

Waldpädagogik gehört zu den gesetzlich verankerten Pflichten der Hessischen Forstämter. Die Mitarbeiter werden regelmäßig fortgebildet, sie vermitteln Wissen über die ökologische und ökonomische Vernetzung des Waldes, wecken Verständnis für ordnungsgemäße und nachhaltige Waldbewirtschaftung und sensibilisieren den Waldbesucher zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Der natürliche Werkstoff Holz soll gedanklich positiv besetzt werden.

Ziel ist, beim Walderlebnis-tag möglichst vielen Kindern den Wald als Lebensraum nahezubringen. Im Schlierbach wurde dazu ein zirka zwei Kilometer langer Parcours mit verschiedenen Themen auf mehreren fest installierten Stationen eingerichtet. Im Vordergrund soll aber nicht die Vermittlung von Detailwissen stehen. Vielmehr soll bei den Kindern Begeisterung für Natur und Umwelt durch das persönliche Naturerlebnis geweckt werden. Auf spielerische Weise können die Kinder dabei den Wald erleben und entdecken. Es geht nicht um Faktenwissen und kopflastige Informationen, die Kinder werden zum genauen Beobachten und Erforschen animiert.

Jede Schulklasse wird auf dem Rundweg von einem Forstbeamten begleitet, sodass auch komplexe Zusammenhänge im Lebensraum Wald deutlich gemacht werden können.

An den verschiedenen Stationen geht es um Naturschutz, Waldnutzung, Waldarbeit, Pflanzen und Tiere. Wildes Müllablagern im Wald wird ebenso thematisiert wie der Wald als Wasserspeicher. Eine Baumfällung wird aus sicherem Abstand beobachtet und ein Holzrückpferd im Einsatz darf bestaunt werden.

Auf dem Schweigepfad kommen die jungen Waldforscher wieder zur Ruhe. Hier gilt es, allein einen Weg im dunklen Forst zu bewältigen und anschließend über das Erlebte zu berichten.

Unter Tel. 0 56 51/9 48 75 13 können sich Schulen und Kindergärten beim Forstamt über das waldpädagogische Angebot informieren und zu einem Ausflug in den Wald mit dem Förster anmelden. (hm)

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