Der Sohn übernimmt

Wechsel an der Spitze im Stern in Langenhain

+
Generationenwechsel: (von links) Frank Volkmar übernimmt zum 1. Januar 2018 zusammen mit seiner Frau Nadine den Landgasthof Zum Stern in Langenhain von seinen Eltern Elke und Oskar Volkmar. 

Langenhain. Die 67-jährige Elke Volkmar und ihr zwei Jahre älterer Mann Oskar legen zum Jahreswechsel die Führung des Landgasthofes Zum Stern in Langenhain in die Hände ihres Sohnes Frank.

Der hat mit seinen 40 Jahren noch viel Kraft, „ändern wird sich aber letztendlich gar nicht so viel“, ist er sich sicher. Denn die gute Küche, in der er sowieso schon als Koch arbeitet, soll sich nur zum Besseren entwickeln, die selbst gemachte rote Wurst, für die das Gasthaus bekannt ist, wird es natürlich auch nach wie vor geben. Vorläufig münden soll das dann 2020, wenn das 175-jährige Bestehen der Gaststätte gefeiert werden soll.

Die Eltern beruhigen diese Aussichten: Nach wie vor wollen sie dort weiter helfen, sich aufgrund des Alters aber eben doch ein bisschen zurückziehen. „Für uns ist das schon alles sehr emotional“, erzählt Elke Volkmar, „immerhin haben wir das Gasthaus in der sechsten Generation geführt“. Sie sei zudem dort aufgewachsen, „ich kenne ja nur dieses Gewerbe“. Anders sieht das bei Franks Ehefrau Nadine aus: Als gelernte Industriekauffrau musste sie sich erst in den Gaststättenbetrieb hineinarbeiten, ist nun kaum noch aus dem Betrieb wegzudenken. „Vor allem bei der Büroarbeit kommt mir mein Beruf natürlich zugute“, erzählt sie.

Der nimmt bei den Volkmars keinen unwesentlichen Teil ein: Weil die Wurst so begehrt ist, wird sie auch schon nach Berlin und München geschickt. „Es gibt bei uns keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe, lediglich Salz“, glauben die Volkmars den Grund für die Beliebtheit ihrer Wurstsorten – neben der Ahlen sind das auch diverse Sorten von Schwarzer Wurscht bis Schinken – gefunden zu haben. Und auch das Alter der Schweine, die aus dem Ringgau kommen, sei nicht unwichtig: „Weil die um die vier Zentner wiegen, bleiben die auch ein halbes Jahr länger stehen als gewöhnlich, wenn geschlachtet wird“, sagt Frank Volkmar. Bei der Verarbeitung werde dann zudem darauf geachtet, dass die Wurst nicht zu früh verkauft wird: „Die muss schon eine ganze Weile abhängen, damit sie ihren charakteristischen Geschmack bekommt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.