Überschuss von 196.000 Euro

Wehretals Haushalt für nächstes Jahr steht

Reichensachsen. Weihnachtliche Klänge haben am Freitagabend die Gemeindevertretersitzung in Wehretal eröffnet: Der Nachwuchs des Fanfarenzuges Reichensachsen zeigte an Blockflöte und Saxofon sein Können.

Der bekam vor einem Jahr die Weihnachts-Sitzungsgelder gespendet, wofür sich Vereinsvorsitzender Dieter Kirschner und die Grundschüler mit einem Ständchen bedankten.

Lobende Worte kamen auch von Andreas Eifler: Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses bedankte sich bei den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung für die ausführlichen Erklärungen zum geplanten Haushalt 2018, den sein Ausschuss zu beraten und die Gemeindevertretung am Freitagabend zu beschließen hatte. Ausführlich legte er die Beratungen dar, die in einer Ergänzung mündeten: So solle dem Zahlenwerk, das einen Überschuss von gut 196.000 Euro im Ergebnishaushalt vorsieht, ein feuerwehrtechnischer Aufbau für das neue Feuerwehrfahrzeug in Langenhain in Höhe von 50.000 Euro hinzugefügt werden; zudem solle das Haushaltsicherungskonzept um die elektronische Variante erweitert werden.

In seiner Funktion als SPD-Mitglied teilte er mit, dass seine Fraktion dem Haushaltsplan zustimmen werde: „Der steht auf einem solide entwickelten Fundament, die Lage entwickelt sich positiv.“ Mit der Absenkung der Wassergebühren lasse man die Bürger davon auch profitieren und entlaste sie so immerhin auch ein wenig; den in dem Ausschuss von der FWG eingebrachten Vorschlag, dass auch die Gewerbesteuer B von 400 auf 380 Prozentpunkte gesenkt werden solle, widersprach er jedoch: „Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, die Altdefizite abzubauen.“

Das forderte auch Reinhold Marth. Das FWG-Mitglied befand zwar auch, dass sich der Haushalt auf einem guten Weg befände, bemängelte dennoch einzelne Posten darin: So sei ihm ein Rätsel, wie sich der Betriebskostenzuschuss für die Awo, die die beiden Kindergärten in der Gemeinde betreibe, innerhalb eines Jahres um 230.000 Euro auf etwas mehr als eine Million Euro erhöhen könne. „Das ist nicht nachvollziehbar und muss erklärt werden.“ Zudem hätte er sich gewünscht, dass noch einmal erläutert werde, wie genau die Kassenkredite in Höhe von zwei Millionen Euro zum 1. Juli 2017 reduziert werden sollten. Trotz des Überschusses gebe es also keinen Grund zum Jubeln.

Der Kindergartenzuschuss irritierte auch Dorothea Henkelmann von der CDU, der der Haushalt aber „durchaus akzeptabel“ erschien. Einstimmig wurde dieser verabschiedet.

• Die Sitzungsgelder der Weihnachtssitzung gehen an die beiden Sportvereine aus Hoheneiche und Vierbach. Einstimmig folgten die Gemeindevertreter damit dem Vorschlag der SPD-Fraktion. Die hatten beide Vereine ausgewählt, „weil sie beide Sportstätten grundsaniert haben“, erläuterte Dieter Neuser.

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