Weiter Weg dran vorbei

Autofahrer versuchen B-27-Baustelle über Fahrradweg zu umfahren

Handgestoppt: Der Umweg über Röhrda dauerte am Montag 22 Minuten und 9 Sekunden – anstatt fünf Minuten ohne Baustelle.

Wehretal/Sontra. Die Bauarbeiten an der Bundesstraße 27 zwischen Hoheneiche und Wichmannshausen gehen in den ersten Tagen sichtbar voran. Seit Montag ist die Straße von Sontra aus kommend Richtung Eschwege nur noch einspurig befahrbar. In umgekehrter Richtung wird der Verkehr voraussichtlich bis Samstag, 22. August, weiträumig umgeleitet.

Der Test 

Am Montagnachmittag dauerte es exakt 22 Minuten und neun Sekunden, die Baustelle über Langenhain, Röhrda und Datterode zu umfahren. Gemessen wurde dabei vom Abzweig in Reichensachsen bis zur B 27 vor Wichmannshausen. Die Routenplanung von Google Maps sieht für diese Strecke 15 Minuten vor. Die Abweichung entsteht durch zwei Baustellenampeln und durch Lkw, die die Umleitung ebenfalls nutzen müssen. Zum Vergleich: Der Weg ohne Baustelle wird mit knapp fünf Minuten berechnet.

Der verbotene Umweg 

Es ist verlockend: Immer wieder versuchen Autofahrer, die Baustelle verbotenerweise über den Fahrradweg zwischen Hoheneiche und Wichmannshausen zu umfahren. Das ruft die Polizei auf den Plan. „Wir haben da schon ein Auge drauf“, sagt Polizeisprecher Jörg Künstler, „aber wir können natürlich nicht 24 Stunden kontrollieren.“ Wer erwischt wird, dem drohe ein Verwarngeld von 20 Euro.

Am Montag war ein 18-Jähriger aus Nentershausen kontrolliert worden und auf dem Rückweg vom schmalen Fahrradweg mit seinem Fahrzeug in den angrenzenden Graben gerutscht. Verletzt wurde er nicht, der Schaden betrug 3000 Euro.

Die Kreuzung 

An der Kreuzung von B 27 und B 452 zwischen Oetmannshausen und Hoheneiche gilt es derzeit den Überblick zu bewahren und aufmerksam zu sein. Die Ampelanlage ist ausgeschaltet. Zwar hat es laut Künstler bislang keine Unfälle oder andere besondere Vorkomnisse an dieser Stelle gegeben, doch stünde die Kreuzung im Fokus des Verkehrsdienstes. „Man kann jederzeit nachbessern, sollte es nötig sein“, so Künstler.

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