Wisera wurde aus dem Wasser gehoben

Werra-Meißner: Flusspegel steigen nach Dauerregen weiter an

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Wird vorsorglich aus dem Wasser gehoben: das Holzschiff Wisera an der Werra bei Wanfried. Erst dreimal war das in den vergangenen zehn Jahren außerplanmäßig der Fall. 

Werra-Meißner. Trotz des nachlassenden Regens steigen die Pegel der Flüsse in der Region heute noch weiter an.

Der der Sontra habe bereits am Dienstagabend die erste von drei Meldestufe überschritten, teilt das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mit; für die Werra erwarte man das in der Nacht auf Donnerstag oder in den frühen Morgenstunden.

Für die Freiwilligen Feuerwehren bedeutet das eine erhöhte Alarmbereitschaft, auch wenn ein Übertreten über die Ufer – wie es zuletzt 2013 der Fall war – mittlerweile als unwahrscheinlich gilt, teilt Kreisbrandinspektor Christian Sasse mit. Dennoch werde mancherorts Vorkehrungen vor einem drohenden Unheil getroffen: So haben die Mitglieder des historischen Hafenvereins Wanfried das Holzschiff Wisera, das auch als Standesamt dient, am Mittwochmittag mithilfe eines Krans aus der Werra gehoben.

 „Es braucht drei Tage, bis das Wasser aus Thüringen hier bei uns ist“, erklärt Vereinsvorsitzender Ernst-Wilhelm Kalden, „so lange wird der Wasserstand hier auch noch steigen.“ Erst, wenn der Dauerregen nachgelassen habe, werde das Schiff wieder ins Wasser gelassen. Für die Absicherung des Hafens mit der angrenzenden Gaststätte liegen zudem Sandsäcke bereit, teilt Bürgermeister Wilhelm Gebhard mit.

Die hält auch die Wehr in Hessisch Lichtenau vor, Einsätze gab es dort bisher aber nicht. „Wir haben die neuralgischen Punkte im Griff“, sagt Stadtbrandinspektor Steffen Rödel. Auch im restlichen Kreis ist es im Vergleich zu anderen nordhessischen Gebieten ruhig geblieben: In der Nacht auf Mittwoch gab es im Altkreis Eschwege lediglich einen Einsatz, im Altkreis Witzenhausen hingegen neun.

Vom Dauerregen in ihren Aktivitäten beeinträchtigt sind derzeit auch die Urlauber im Werra-Meißner-Kreis. So sind zum Beispiel viele Camper von den Plätzen aus Meinhard und Eschwege bereits abgereist. 

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