Schutzschirm: Weißenborn setzt mit der Dorferneuerung aus, bis der Haushalt steht

Projekte auf dem Prüfstand

Weißenborn. In Weißenborn rauchen die Köpfe: Können jene Projekte, die vor der Unterschrift unter den Schutzschirm beschlossen worden sind, unter den jetzigen Bedingungen noch umgesetzt werden? Große Fragezeichen formierten sich da in der Gemeindevertretersitzung am Montagabend.

Noch besteht der Haushalt für das laufende Jahr nur als Entwurf. Doch fest steht, dass Weißenborn mit den aktuellen Zahlen den vom Regierungspräsidium Kassel (RP) geforderten Schuldenabbaupfad nicht halten kann. Im Ergebnishaushalt stünde im Moment ein Minus von 202 335 Euro, 95 000 aber dürfen es nur sein.

„Eigentlich“, so bringt Erhard Franke von der CDU es auf den Punkt, „hätte erst der Schutzschirm kommen sollen und dann die Planung für die Dorferneuerung.“ Nun müssen alle Projekte noch mal auf den Prüfstand. Den Plan einer Begegnungsstätte würde der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, Marko Heckerodt, gerne hintanstellen. Wichtiger sei ein neuer Standort für den Bauhof. Aber ob die Bachstraße 15 dafür wie geplant noch das Richtige ist, müsse geprüft werden.

Das stark renovierungsbedürftige Anwesen hätte laut Parlamentsbeschluss vom vorigen Jahr eigentlich schon 2012 gekauft werden sollen. Das aber, so Bürgermeister Thomas Mäurer, habe er angesichts der aktuellen Entwicklungen lieber verschoben. Auch, um eine mögliche Mehrbelastung der Bürger zu vermeiden. Eine Alternative ist laut Mäurer, die Planungen erst dann fortzusetzen, wenn der Haushalt vom RP genehmigt ist.

Zur Diskussion stehen auch die Umgestaltung des Rosenhangs in Weißenborn zu einem Verweilungsort, die Erstellung einer Dorfchronik für die 850-Jahr-Feier und der Ankauf zweier ebenfalls renovierungsbedürftiger Objekte, die den Dorfkern aufwerten könnten. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, die Planungen auszusetzen, bis der finanzielle Gesamtrahmen mit dem RP geklärt ist. Im Dorfgemeinschaftshaus Rambach hingegen starten die Umbauarbeiten Mitte April. Das steht fest.

Von Stefanie Müller

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