Das Backhaus bekommt eine neue Fassade, der Jugendraum einen neuen Zugang und das Dorf ein Mühlenschild

In Rambach wird fleißig gewerkelt

Freuen sich über die neue Mühlenhinweistafel am Rambacher Backhaus (von links): Axel Hofmann, Frauke Krause, Jörg Lehmann, Bürgermeister Thomas Mäurer und Ortsvorsteher Wilfried Heckmann. Auch neu ist der steinerne Zugang zum Jugendraum im Schützenheim (rechts). Dieser wurde komplett in ehrenamtlicher Eigenleistung gepflastert. Fotos: Bettinger

Rambach. Mühlenwanderweg, Vereinscafé mit Backhaus, Pflastersteine vorm Jugendraum - in Rambach tut sich was. Gelder des Dorferneuerungsprogramms sowie der Gemeinde und die Hände vieler Ehrenamtlicher machen es möglich.

Zukunftspläne für Rambach hat Bürgermeister Thomas Mäurer jede Menge im Kopf. Sie im Dorf umsetzen kann er nur Schritt für Schritt. So ist das Backhaus unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses derzeit eingerüstet. Die Fassade erhält eine Rundumsanierung.

„Wir machen das nicht nur, um alte Traditionen aufrechtzuerhalten“, sagt Mäurer. Zusammen mit dem geplanten Vereinscafé im DGH soll das Backhaus später eine Einheit bilden. Zwar wird das Café nach dem geplanten Umbau des Gebäudes eine Küche und eine zusätzliche Schankgelegenheit haben, trotzdem könne man das Backhaus dann auch in die Bewirtung miteinbeziehen, ebenso bei Feiern und Veranstaltungen.

Eine Schublade weiter in Mäurers Kopf schlummert der Wunsch eines Premiumwanderweges in Weißenborn. Dieser soll laut aktuellem Stand zwar nicht über Rambach laufen, könnte die Mattenklicker aber über das Motto des Mühlendorfs miteinbinden. Erster Schritt hierfür ist der Mühlenwegweiser, der seinen Platz gegenüber dem Backhaus gefunden hat.

Das Holzgestell ist ein altes Lehrpfadgehäuse, das eigentlich entsorgt werden sollte. „In Zeiten knapper Kassen kam uns das gerade recht“, so Mäurer. Weitere dieser Hinweisschilder sollen folgen und in Zukunft Touristen ins Mühlendorf Rambach locken.

Komplett in Eigenleistung entsteht derzeit am Schützenheim ein neuer Weg. Vor einigen Jahren hatten die Anwohner den Eingang zum Jugendraum zwecks Lärmschutz auf die Rückseite verlegt. Dort aber ist nichts weiter als Rasen. „Das war kein Zustand mehr“, sagt Ortsvorsteher Wilfried Heckmann: Im Winter und bei Regenwetter trugen die Jugendlichen den ganzen Matsch ins Haus.

Aus Mitteln der Gemeinde und vom Überschuss von Osterfeuer und Backhausfest kauften die Eltern der Jugendlichen und der Ortsbeirat Pflastersteine und legten auch selbst mit Hand an, damit der Nachwuchs trockenen Fußes ins Gebäude kommt. Zusätzlich überbauten sie den neuen Vorplatz mithilfe des Rambacher Zimmermanns Axel Hofmann mit einem Vordach.

Rund 40 Arbeitsstunden investierten sie Heckmann zufolge an den Wochenenden und nach Feierabend. „Für die Jugendlichen ist das ein sehr wichtiger Treffpunkt“, sagt er. Diese hatten im Vorfeld den Raum von innen renoviert. „Jetzt suchen wir noch neue Möbel“, so Heckmann. Wer plant, sich neu einzurichten, könne seine alten, noch gut erhaltenen dem Jugendraum zur Verfügung stellen.

Von Stefanie Bettinger

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