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Seien Sie achtsam! Erneut vier Telefon-Betrugsfälle mit über 4.000 Euro Schaden

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Von: Theresa Lippe

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Die Fälle des sogenannten Wahtsapp-Betrugs und betrügerischen Gewinnversprechen häufen sich im Werra-Meißner-Kreis. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa

Die Polizei warnt erneut vor Whatsapp-Schwindlern und Gewinnversprechen.

Werra-Meißner – Weihnachten steht vor der Tür und die Menschen möchten ihren Angehörigen gutherzig helfen. Doch die Polizei hat in den vergangenen Wochen vermehrt Betrugsfälle vermeldet, durch die hohe Schäden entstanden sind – besonders über Whatsapp und vermeintlichen Gewinnversprechen. Nun ist es schon wieder passiert und den Betroffenen sind insgesamt über 4.000 Euro Schaden entstanden.

Die Polizei mahnt eindringlich davor, auf Geldanfragen von fremden Nummern zu reagieren, bei denen sich der Absender als Kind des Empfängers oder der Empfängerin ausgibt und in vermeintlicher Notlage befindet. „Informieren sie Ihre älteren Angehörigen über das Vorgehen bei dieser Betrugsmasche“, appelliert die Polizei besonders an die Jüngeren.

Whatsapp-Betrug in Eschwege: 2.800 Euro Schaden

Per SMS kontaktierte der Betrüger eine 55-Jährige aus Eschwege am gestrigen Mittwoch und konnte ihr glaubhaft machen, ihre Tochter mit neuer Handynummer zu sein. In einem anschließend über den Whatsapp-Messenger geführten Chat-Gespräch konnten die Täter die Frau schließlich dazu bewegen, eine Überweisung von knapp 2.800 Euro auf ein Konto der Betrüger vorzunehmen.

Masche erkannt: Weißenbörnerin fällt nicht auf Whatsapp-Betrüger rein

Die Betrugsmasche erkannt, hat glücklicherweise eine 43-jährige Frau aus Weißenborn am Dienstag. Auch hier ging der Betrüger wie in so vielen bekannten Fällen vor und gab sich als Kind mit neuer Handynummer aus. Der Täter versuchte die Frau zu einer Überweisung von etwa 1900 Euro zu bewegen, die aber von der 43-Jährigen allerdings nicht vollzogen wurde, da sie den Betrug durchschaut hatte und die weitere Kommunikation dann abbrach.

Polizeitipps zum Thema Whatsapp-Betrug

Betrügerisches Gewinnversprechen bei Eschweger Polizei angezeigt

Auch zwei Fälle von betrügerischen Gewinnversprechen wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Die Beamten weisen dringlich darauf hin, dass vor vermeintlicher Gewinnausschüttung niemals im Vorfeld Geld überwiesen werden muss und auch keine kostenpflichtigen Rufnummern angerufen werden müssen, um Gewinncodes zu übermitteln.

975 Euro für Gewinnversprechen überwiesen

Bereits am 6. Dezember riefen die Unbekannten bei einem 83-Jährigen aus Herleshausen an. Die Anrufer stellten ihrem Opfer in dem Gespräch einen Gewinn von 80 000 Euro in Aussicht. In dem Zusammenhang gaukelten die Täter dem Rentner dann vor, dass er sich identifizieren müsse, um den Gewinn zu erhalten. Dies solle in Form einer Gebühr von 975 Euro geschehen, die der Mann überweisen müsse. Daraufhin würde der Senior dann am 12. Dezember zu Hause aufgesucht, wo ihm der Gewinn zusammen mit einem Präsentkorb überreicht werden würde. Dies blieb aus, sodass der Vorfall im Nachgang mittlerweile als Betrug zur Anzeige gebracht wurde.

Zahlungskarten für 1.000 Euro gekauft

Ähnliches widerfuhr einem 52-jährigen Mann aus Witzenhausen, der vorige Woche Freitag angerufen wurde. Ein Gewinn von knapp 40.000 Euro, der den 2. Platz in einem Gewinnspiel darstelle, würde auf den 52-Jährigen warten, so die weibliche Anruferin am Telefon. Zur Gewährleistung der Geldübergabe sei von dem 52-Jährigen zuvor allerdings eine Gebühr zu entrichten, die durch sogenannte Zahlungskarten – in dem Fall vom „Google-Play-Store“ – vorgenommen werden sollte.

Am darauffolgenden Montag übermittelte der 52-Jährige im guten Glauben dann in einem weiteren Telefonat die Codes von den zuvor durch ihn erworbenen Zahlkarten im Wert von 1.000 Euro an die Betrüger. Als sich die Betrüger an den Folgetagen erneut telefonisch an den 52-Jährigen wandten, eine Gewinnerhöhung in Aussicht stellten und in dem Zusammenhang eine höhere Gebühr in Form von weiteren Zahlkarten-Codes anforderten, wurde der Mann letztlich argwöhnisch und brach weitere Kontaktversuche ab, wie die Polizei weiterhin mitteilt.

Polizeitipps zum Thema Gewinnversprechen

Polizeitipps im Internet unter polizei-beratung.de

Die Fälle des sogenannten Whatsapp-Betrugs im Werra-Meißner-Kreis häufen sich – die Polizei mahnt erneut zur Vorsicht und zur Aufklärung, besonders von älteren Handynutzern. Eine 71-Jährige aus Eschwege fragte den Betrüger am Montag (12. Dez.) noch nach dem Betrag, der dann mit 1.300 Euro angegeben wurde. Noch bevor die Überweisungsdaten der 71-Jährigen zugesandt wurden, brach der Kontakt aus nicht näher bekannten Gründen ab, sodass zu keiner Überweisung kam. Erst am Wochenende erhielt eine Frau aus Germerode Nachrichten eines Betrügers und überwies gutgläubig etwa 1.900 Euro. Vorigen Monat kam es zu mindestens zwei weiteren Fällen mit einer Schadenssumme von über 3.000 Euro. (Theresa Lippe)

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