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VW-Chef mit Machtwort? Audi muss wohl Vorzeigeprojekt „Artemis“ einstellen

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Von: Dominik Jahn

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AUDI Konzernzentrale, Ingolstadt
Audi-Chef Markus Duesmann hat das Projekt „Artemis“ ins Leben gerufen. © dpa/Daniel Kalker

Eines der großen Vorzeigeprojekte bei Audi wird wohl eingestellt. VW-Chef Blume soll mit einem Machtwort „Artemis“ gestrichen haben. Nicht das Erste, was der Mutterkonzern den Ingolstädtern streicht.

Jetzt ist Schluss bei Audi. Der Automobilhersteller aus Ingolstadt zieht bei seinem einstigen Vorzeigeprojekt „Artemis“ die Reißleine. Wie echo24.de berichtet hat, gab es zuletzt bereits Meldungen, dass beim Modell Q6 e-tron die Elektronik streikt und es zu Lieferproblem kommt, jetzt haben die anhaltenden Softwareprobleme dazu geführt, dass VW-Chef Oliver Blume ein Machtwort gesprochen hat.

Äußerungen über ein mögliches Aus für Audi in der Energiekrise haben zuletzt für Diskussionen gesorgt. Gegenüber echo24.de gab es eine Erklärung zu den Pleite-Aussagen und den Folgen.

VW-Chef streicht Audi-Projekt „Artemis“

Wie unter anderem jetzt das „Handelsblatt“ und die „Automobilwoche“ berichten (Artikel hinter Bezahlschranke) hat der neue VW-Chef Oliver Blume die Entwicklung einer vollautomatisierten Elektrolimousine durch die Konzerntochter Audi gestoppt.

Unternehmen:Audi
Hauptsitz:Ingolstadt
Gründung:16. Juli 1909, Zwickau
Dachorganisation:Volkswagen AG

Mit Bezug auf die Automobilwoche schreibt das deutschsprachige Onlinemagazin für Themen aus Informationstechnik, Wissenschaft, Technik und Elektrofahrzeugen „golem.de“, dass die bisher geplanten Artemis-Modelle bisher ohne die geplante Software VW.OS 2.0 als Landjet und Landyacht kommen. Der ursprünglich für 2024 angepeilte Marktstart des Fahrzeugs war demnach zuletzt auf 2027 verschoben worden.

Autohersteller Audi mit schwieriger Zukunft im VW-Konzern

Dass Audi im VW-Konzern eine schwere Zukunft hat, hat sich bereits im Jahr 2019 gezeigt, wie echo24.de berichtete. Ein Sparplan aus dem März 2019 sollte Ausgaben kürzen und ein vereinbarter Personalabbau war ein Teil davon. 

BYD Company Limited (BYD)

BYD ist der weltweit größte Produzent von Akkumulatoren, vor allem für Mobiltelefone. Das chinesische Unternehmen gilt als Mischkonzern. Das BYD-Tochterunternehmen, BYD-Auto, ist einer der größten Automobilproduzenten Chinas. Vom US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek wurde der Konzern 2010 zum leistungsfähigsten Technologie-Unternehmen der Welt gewählt.

Und auch auf dem so wichtigen Automarkt in China läuft es nicht wie erhofft für Audi. BYD wird dort zur meistgekauften Automarke. Besonders pikant dabei, das chinesische Unternehmen baut erst seit 2003 Autos – und ausschließlich Elektroautos. Ein Bereich, indem es augenscheinlich nicht rund läuft bei den Ingolstädtern.

Softwareprobleme sorgen für Verzögerungen

Als Grund für die Verzögerungen beim Artemis-Projekt, werden im Golem-Bericht, mit Verweis auf die beiden Fachmagazine, Probleme bei der Softwaretochter Cariad genannt. Das Fahrzeug sollte dem Artikel zufolge „über selbstfahrende Funktionen nach Level 4 verfügen, was bislang lediglich von Mercedes-Benz für das automatisierten Einparken angeboten wird“.

Allerdings meldet die „Automobilwoche“, dass Audi innerhalb des Konzerns nicht „die gesamte Verantwortung für das autonome Fahren“ abgeben muss. Eine Verzögerung für autonom fahrende Modelle werde es aber weiterhin geben. Das Unternehmen strebt demnach noch immer „die zweite Hälfte des Jahrzehnts“ an. Statt Audi soll jetzt Volkswagen Nutzfahrzeuge zunächst von Cariad die Software für autonom fahrende Autos bekommen.

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