Dacia Sandero und Stepway

Reduziert aufs Wesentliche

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Ansehnlich: Der neue Sandero gilt mit 6990 Euro Basispreis als günstigster Neuwagen in Deutschland.

Man könnte es hochtrabend „Demokratisierung des Automobils“ nennen oder schlicht „Konzentration aufs Wesentliche“. Doch egal...

...wie man die Verkaufspolitik der rumänischen Renault-Tochter Dacia auch umschreiben will, sie hat vor allem eines: Erfolg. Das einfache Konzept der Osteuropäer: Autos mit einfachster Ausstattung zum günstigsten Preis. Abgesehen vom SUV Duster starten alle Dacia-Modelle unter 10.000 Euro.

Mit der zweiten, komplett neu entwickelten Generation des fünftürigen Kompaktmodells Sandero (ab 6.990 Euro – günstigster Neuwagen in Deutschland) und des Crossover Sandero Stepway (ab 9.900 Euro), will man ab Januar 2013 die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Wir haben uns die beiden Preisknüller schon mal näher angesehen:

Weniger ist mehr

Äußerlich sind beide Modelle modern und frisch gehalten, wenngleich keine Designüberraschungen erwartet werden sollten. Dafür punkten beide im Innenraum mit soliden und robusten Materialien sowie ordentlichem Platzangebot. Im Sandero mit seinen 4,057 Metern Gesamtlänge wie auch im Stepway (Länge 4,08 Meter) lassen sich 320 Liter im Kofferraum verstauen, mit umgelegter Rückbank wächst das Volumen fürs Gepäck auf 1.200 Liter. Komfortabel lässt es sich in beide Modelle einsteigen, die nahezu senkrechten Türen machen’s möglich. Beim Stepway, für den sich 60 Prozent der Sandero Käufer entscheiden, erlauben laut Dacia die 20,7 Zentimeter Bodenfreiheit sogar Ausflüge auf unbefestigte Straßen.

Das Cockpit in beiden Modellen ist aufgeräumt – lifestyligen und damit Aufpreis pflichtigen Schnickschnack sucht man hier vergebens. Dafür findet man intuitiv alle nötigen Bedienelemente. Manchmal ist weniger eben mehr. Ein erwähnenswertes Detail ist das Multimedia-Navigationssystem Media-Nav. Es ist leicht und per Touchscreen bedienbar und kostet lediglich 180 Euro Aufpreis. In der höchsten Ausstattungsvariante Sandero Stepway Prestige ist es sogar serienmäßig. Dabei ist auch eine Audioanlage, eine Bluetooth-Schnittstelle für die Freisprecheinrichtung sowie ein USB-Anschluss enthalten.

Nachgelegt hat man beim Sandero in Sachen Sicherheit: So gehören jetzt ESP (darauf wurde bislang verzichtet), vier Airbags, 3-Punkt-Sicherheitsgurte mit Gurtkraftbegrenzung sowie Isofix-Befestigungspunkte für Kindersitze auf den hinteren Außenplätzen zur Serienausstattung. Der NCAP-Crashtest steht freilich noch aus, bei Dacia rechnet man aber mit mindestens drei von fünf möglichen Sternen.

Und wie fahren sich die Modelle? Wir sind den Dreizylinder-Turbobenziner TCe 90 eco2 (0,9 Liter Hubraum 90 PS, 175 km/h Spitze), der im Renault Clio Weltpremiere feierte, Probe gefahren. Ja, er könnte etwas spritziger sein! Dafür verbrauchten wir im Test durch das andalusische Hinterland mithilfe der Eco-Taste tatsächlich nur 5,4 Liter. Basismotor ist jedoch der 1,2 16 V 75 mit 75 PS (Verbrauch: 6,0 Liter). Im Stepway pochte für uns der dCi 90, ebenfalls aus der Renault-Familie und mit 90 PS ausgestattet. Beide Motorenleistungen kann man als souverän bezeichnen, die Kurvenlage ist ausgezeichnet – hier gibt’s nichts zu meckern. Leicht und locker lassen sich die Gänge einlegen. Bei höheren Geschwindigkeiten wird es freilich etwas lauter.

Unser Fazit

Ein gutes Auto für einen unschlagbaren Preis.

K. Basaran

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