1. Werra-Rundschau
  2. Magazin
  3. Auto

Diesel-Manipulationen: Tuner muss ein Jahr hinter Gitter

Erstellt:

Von: Sebastian Oppenheimer

Kommentare

Ein Tuner in den USA hat tausendfach Geräte verkauft, mit denen sich Diesel-Abgase manipulieren lassen. Das kommt den 35-Jährigen nun teuer zu stehen.
Weil er Geräte zur Abgas-Manipulation von Diesel-Fahrzeugen verkaufte, muss ein US-Tuner ins Gefängnis. (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/Imago

Ein Tuner in den USA hat tausendfach Geräte verkauft, mit denen sich Diesel-Abgase manipulieren lassen. Das kommt den 35-Jährigen nun teuer zu stehen.

Asheville (USA) – Es gibt Menschen, die kaufen sich beispielsweise ein Elektrofahrzeug, um möglichst umweltfreundlich unterwegs zu sein. Und dann gibt es das genaue Gegenteil: sogenannte Coal-Roller. Das sind Zeitgenossen, die ihr Fahrzeug so manipulieren, dass es extra viel Ruß in die Luft bläst. Bei Rolling-Coal-Attacken werden zumeist E-Autos attackiert – kürzlich erwischte es aber auch einen Radfahrer.
In den USA muss nun ein Tuner (35) ins Gefängnis, weil er Diesel-Manipulationsgeräte verkauft hat, wie 24auto.de berichtet.

Die Manipulationsgeräte dienten der Leistungssteigerung der Trucks – aber eben auf Kosten der Umwelt. Wobei der dazugehörige Rolling-Coal-Effekt für einige Kunden vermutlich eine nette Dreingabe war. Wie das US-Justizministerium bekanntgab, verstieß der 35-Jährige mit seinem Handeln gegen das Luftreinhaltegesetz und wurde deshalb vom obersten Bezirksrichter verurteilt. Der Tuner muss für ein Jahr hinter Gitter und dazu eine Menge Geld zahlen: 1,3 Millionen US-Dollar (rund 1,25 Millionen Euro, Stand Juli 2022) beträgt die zivilrechtliche Strafe, die er an die US-Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) überweisen muss – obendrein muss er 1,2 Millionen US-Dollar an die IRS (Internal Revenue Service – die Steuerbehörde der USA) zurückzahlen.

Auch interessant

Kommentare