StVO-Novelle

Verhalten im Stau: Dürfen Motorradfahrer durch Rettungsgassen fahren?

Die Motorradsaison beginnt.
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Die Motorradsaison beginnt.

Für Motorradfahrer sind Rettungsgassen auf Autobahnen verlockend, doch dürfen sie einfach hindurchfahren?

  • Die neuen Verkehrsregeln der StVO-Novelle enthalten einen strengeren Bußgeldkatalog.
  • Unter anderem wird die Befahrung von Rettungsgassen nun härter bestraft.
  • Doch gilt das auch für Motorradfahrer?

Seit dem 28. April gelten die neuen Verkehrsregeln der StVO-Novelle*. Allgemein werden Verstöße nun mit höheren Strafen geahndet. Zum Beispiel wird das Befahren von Rettungsgassen jetzt härter bestraft. Autofahrer, die die freigemachten Spuren befahren, müssen nicht nur mit einem Bußgeld, sondern auch mit einem Führerscheinentzug rechnen. Doch gilt dasselbe für Motorradfahrer?

Diese Regeln gelten für Motorradfahrer bei Rettungsgassen

Autofahrer müssen vor allem bei Geschwindigkeitsüberschreitungen mit höheren Strafen und dem Führerscheinentzug* rechnen. Doch auch beim illegalen Befahren von Rettungsgassen droht ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob Rettungskräfte behindert werden oder nicht.

Dasselbe blüht tatsächlich auch Motorradfahrern. Gegenüber Autobild erklärt der Frankfurter Verkehrsrechtsanwalt Uwe Lenhart, dass für die Regelungen hier gleichermaßen gelten. Je nach Grad der Behinderung, Gefährdung oder gar Sachbeschädigung droht Motorradfahrern ebenfalls ein Bußgeld von bis zu 320 Euro.

Darüber hinaus verstoße die Durchfahrt der Rettungsgasse genau genommen gegen das Rechtsüberholverbot. Auch wenn viele Autofahrer das tolerieren - weil sie es vermutlich einfach nicht besser wissen - müssten Motorradfahrer dafür mit einer Strafe geahndet werden. Zudem drohe normalerweise ein Bußgeld von bis zu 100 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot. "Allerdings gibt es sehr selten erfolgreiche Anzeigen gegen Motorradfahrer, da eine Identifizierung schwierig ist," so Lenhart.

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Gibt es keinerlei Ausnahmen für Motorradfahrer?

Die Forderung einer Freigabe von Rettungsgassen für Motorradfahrer sei öfter aufgekommen. Allerdings sei dadurch die Gefahr zu groß, dass Autofahrer dadurch ebenfalls in Versuchung kommen. "Das würde auch die Akzeptanz von Rettungsgassen komplett untergraben", erklärt Lenhart.

Den Motorradfahrern ginge es jedoch nicht nur darum, die Wartezeit im Stau zu umgehen. Stattdessen bestünde gerade bei gutem Wetter die Gefahr, dass sie in der dicken Motorradmontur einen Hitzekollaps erleiden.

Eigentlich sei es Motorradfahrern erlaubt, auf der linken Spur die stehenden Autos zu überholen. Jedoch ist das in der Realität nicht möglich, da zwischen den Fahrzeugen und der Leitplanke zu wenig Platz ist. Darüber hinaus könnten Autofahrer durch die vorbeifahrenden Motorräder gefährdet werden. Daher bleibt Motorradfahrern nichts anderes übrig, als das Gefährt am Standstreifen abzustellen und zu warten, bis der Stau sich löst.

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ök

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