Auf Tour: Praktiker und Lifestyle-Kombi

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Praktiker und Lifestyle-Kombi: Neuer Astra Sports Tourer schreibt Opel-Tradition fort

In Sachen Kombinationskraftwagen macht Opel keiner was vor: Seit den Fünfziger Jahren bringen Autos mit dem Blitz die Anforderungen von Beruf, Freizeit und Familie in Einklang.

Zwar heißen heutige Lifestyle-Laster nicht mehr Olympia oder Rekord und leider auch nicht mehr Caravan, dennoch fühlt sich die nun präsentierte Kombiversion des Astra der Tradition verpflichtet. So firmiert der am 13. November zu Preisen ab 18 000 Euro zu den Händlern kommende Sports Tourer als neunte Generation kompakter Kombis seit dem Kadett A selig.

Der neue Opel Astra Sports Tourer

Der neue Opel Astra Sports Tourer

Hochzufrieden mit dem Absatz des Viertürers, für den bereits über 230 000 Bestellungen eingingen, erwartet man zusätzlichen Verkaufsschub von der im britischen Ellesmere Port montierten Kombivariante, deren Design mit Bügelfalte in der Motorhaube, weit in die Flanken gezogenen Adleraugen und sichelförmigem Schwung der Seitensicke Charakter zeigt. Obwohl die Grafik der Seitenfenster Coupé-Assoziationen weckt, bietet der Astra erstaunlich viel Kopffreiheit im Fond. Die Heckpartie wirkt athletisch und puristischer als beim großen Bruder Insignia.

Zu Preisen ab 18 000 Euro kommt der Sports Tourer zu den Händlern.

Der Astra Sports Tourer steht satter auf der Straße als sein Vorgänger, in der Spur um 54 Millimeter (vorn) beziehungsweise 68 Millimeter (hinten) gewachsen. Vom Motorsport stammt das Watt-Gestänge an der Hinterachse, das Komfort und Agilität vereint. Auch der Sports Tourer rollt optional mit dem adaptiven FlexRide-Fahrwerk an, das per Wahltaste von hart auf zart umschaltet, jetzt sogar in Verbindung mit Sportfahrwerk. Praktisches Talent zeigt der Fünftürer im gefälligen Innenraum. Beispielsweise klappen die asymmetrisch geteilten Fondsitzlehnen automatisch um, wenn ein Schalter im Heck betätigt wird, allerdings ist das sogenannte FlexFold-System zuschlagpflichtig.

Der Kofferraum wächst dann auf eine maximale Ladelänge von 1,83 Meter, sein Fassungsvermögen von 500 auf 1 550 Liter. Der günstige Einstiegspreis relativiert sich beim Blick auf die Grundausstattung: Serienmäßig sind unter anderem acht Airbags, ESP, Tagfahrlicht, Isofix-Anker, elektrische Fensterheber vorn, Dachreling und Zentralverriegelung – eine Klimaanlage gehört nicht dazu. Praktische Details wie das auf Berührung nach oben schnellende Kofferraumrollo und die Gepäckraumunterteilung kosten extra oder sind höheren Ausstattungsniveaus vorbehalten. Hinzu kommen Extras wie Bi-Xenon-Kurvenlicht oder Ergonomie-Sitze mit dem Siegel der Arbeitsgemeinschaft gesunder Rücken (AGR).

Serienmäßig sind unter anderem acht Airbags, ESP, Tagfahrlicht, Isofix-Anker, elektrische Fensterheber vorn, Dachreling und Zentralverriegelung.

Drei Turbo- und zwei Saugmotoren stehen als Benziner zur Wahl. Mit 1,4 beziehungsweise 1,6 Liter Hubraum decken sie ein Leistungsband von 100 bis 180 PS ab. Schon der 140 PS-Turbo bietet viel Laufruhe und Kraft im oberen Drehzahlbereich. Die Common-Rail-Dieselaggregate haben 1,3, 1,7 und 2,0 Liter Hubraum und leisten zwischen 95 PS und 160 PS. Der stärkste Motor verfügt über viel Power, tönt aber ebenso kräftig. Verbrauchswerte zwischen 4,5 und 7,4 Liter auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen von 119 bis 174 Gramm pro Kilometer hat das Werk für die mit manuellen Fünf- beziehungsweise Sechsgang-Getrieben sowie Sechsstufen-Automatik erhältlichen Vierzylinder ermittelt. Anfang nächsten Jahres debütiert die Start-Stop-Technik im 1,3-Liter-Selbstzünder, bei CO2-Emissionen von 109 Gramm pro Kilometer. Im Frühsommer 2011 folgt eine Autogas-Variante. Besonders stolz ist Opel außerdem auf niedrige Versicherungseinstufungen. Einem weiteren erfolgreichen Kapitel der Rüsselsheimer Kombi-Historie dürfte somit nichts im Wege stehen.

Carsten Müller

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