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Verbrenner-Aus: EU-Strategie „ambitioniert, aber umsetzbar“

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Von: Simon Mones

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Ab 2035 soll in der EU keine neuen Verbrenner mehr verkauft werden. Volkswagen und Mercedes unterstützen die Pläne.

Brüssel – Was sich schon lange abgezeichnet hat, wird immer mehr zur Gewissheit: Die Zeit des Verbrenners ist abgelaufen – zumindest in Europa. Nach der EU-Kommission hat sich am Mittwoch auch das Europaparlament das Verbrenner-Verbot ab 2035 durchgewunken. Bevor Gesetz jedoch in Kraft tritt, müssen noch die Mitgliedsstaaten zustimmen. Die Reaktionen fielen jedoch sehr gemischt aus. Volkswagen und Mercedes betrachten den Plan jedoch als umsetzbar.

Aus der Wolfsburger Konzernzentrale gab es ein klares Bekenntnis von VW zum Verbrenner-Verbot ab Mitte des nächsten Jahrzehnts. Die Dekarbonisierung-Strategie der EU sei „ambitioniert, aber umsetzbar“, erklärte Volkswagen, wie „Automotive News“ berichtet. Der Wandel zur Elektromobilität sei ohnehin „unumkehrbar“.

Das Verbrenner-Verbot der EU ab 2035 ist laut Volkswagen und Mercedes umsetzbar.
Das Verbrenner-Verbot der EU ab 2035 ist laut Volkswagen und Mercedes umsetzbar. © Wolfgang Maria Weber/Imago

Verbrenner-Aus: EU-Strategie „ambitioniert, aber umsetzbar“

VW betont, dass „dies der einzige, ökologisch, technologisch und wirtschaftlich vernünftige Weg ist, Verbrennungsmotoren so schnell wie möglich zu ersetzen“. Entsprechend plante der Automobilkonzern aus Wolfsburg schon vor dem Beschluss des EU-Parlaments einen Verbrenner-Ausstieg bis 2035. Bei der Konzern-Tochter Audi soll gar schon 2033 der letzte Verbrenner vom Band rollen.

Neben Volkswagen bekannte sich auch Mercedes zu dem von der EU angestrebten Verkaufsverbot für Diesel und Benziner. In der Stuttgarter Firmenzentrale will man den Verbrenner-Ausstieg sogar schon deutlich früher erreichen, als es das Gesetz des Europaparlaments vorsieht.

Verbrenner-Aus: Ford, Jaguar und Stellantis unterstützen EU-Pläne ebenfalls

„Ab 2030 sind wir bereit, komplett elektrisch zu sein, wo immer es die Marktgegebenheiten zulassen“, erklärte Eckart von Klaeden, Leiter External Relations bei Mercedes, der dpa. „Die Entscheidung nimmt die Gesetzgeber in die Pflicht, die sicherstellen müssen, dass die nötige Infrastruktur vorhanden ist.“

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Ähnlich sieht es auch bei Ford, Stellantis und Jaguar aus. Alle drei Hersteller unterstützen ein Verbrenner-Verbot in Europa ab 2035. Ford und Jaguar gehören zusammen mit Mercedes und Volvo zu den Herstellern, die im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Glasgow ein weltweites Verbrenner-Verbot bis 2040 gefordert haben.

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