Winterreifen montiert: Auf diese Mängel sollten Sie achten

Ein gutes halbes Jahr haben Sie auf ihren Einsatz gewartet - im Oktober, spätestens im November werden sie montiert. Die Rede ist von Winterreifen, jenen Pneus also, die das Fahren auf verschneiter und glatter Fahrbahn sicherer machen sollen. Damit dieses Plus an Sicherheit auch tatsächlich gewährleistet ist, sollten die Reifen vor der Verwendung kritisch überprüft werden.

Worauf gilt es hierbei zu achten?

Mindestens 4 Millimeter Profil

Bei einem Reifen ist die Profiltiefe eines der wichtigsten Kriterien. Der Gesetzgeber schreibt hier mindestens noch 1,6 Millimeter vor, die sich an entsprechenden Markierungen im Profil ablesen lassen. Doch der Rückschluss, dass erst unterhalb von 1,6 Millimetern die Fahreigenschaften abnehmen, ist falsch: Tatsächlich sollten Winterreifen schon unterhalb von 4 Millimetern Profiltiefe ausgetauscht werden. Ansonsten leidet die Traktion sowohl auf losem Schnee als auch auf nasser Straße.

UV-Strahlung schadet dem Reifengummi

Weiterhin dürfen die Reifen keine sichtbaren äußeren Beschädigungen aufweisen. Ein unsanft angefahrener Bordstein kann Einschnitte in der Reifenflanke verursachen, die aus Sicherheitsgründen zum Tausch veranlassen sollten. Dasselbe gilt, wenn Alterungsrisse festgestellt werden, was bereits ab einem Alter von sechs Jahren der Fall sein kann. Das Herstellungsdatum der Reife kann anhand der vierstelligen DOT-Nummer herausgefunden werden. Die ersten beiden Ziffern geben dabei die Kalenderwoche der Produktion an, die letzten beiden das jeweilige Jahr. Mehr als einen groben Anhaltspunkt geben diese Daten aber nicht, denn der tatsächliche Zustand hängt stark von der ausgesetzten Witterung ab. Die Reifen von Laternenparkern altern aufgrund der dauernden UV-Strahlung in wesentlich höherer Geschwindigkeit. Bei der Betrachtung des Profils sollte nicht nur die Tiefe als solches erfasst werden, sondern auch die Gleichmäßigkeit. Ist das Profil an der Innenseite der Reifen stärker abgenutzt als außen, sollte vor der Montage neuer Reifen eine Überprüfung der Fahrwerkseinstellung erfolgen. Die meisten Reifenhändler sind dabei in der Lage, eine Vermessung durchzuführen und Spur oder Sturz entsprechend zu korrigieren. Weiterhin sollte der Reifen natürlich rund laufen - sonst leidet der Fahrkomfort merklich. Eine mögliche Unwucht kann vom Fahrzeugbesitzer aber bestenfalls bei starker Ausprägung festgestellt werden, zu Beseitigung ist der Weg zum Reifenhändler nicht mehr zu vermeiden.

Rechtzeitig für Ersatz sorgen

Die Überprüfung sollte nicht dann stattfinden, wenn die Reifen benötigt werden. Denn weil es sich um einen Saison-Artikel handelt, steigen im Herbst sowohl Preise als auch Lieferzeiten. Wer bereits im Sommer feststellt, dass Winterreifen-Ersatz benötigt wird, kann in Ruhe online nach passenden Reifen fahnden - und wird meist durch echte Schnäppchen belohnt.

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