Bewegungsprofile: Datenschützer schreibt an Apple

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Zu den angeblichen Bewegungsprofilen von iPhone-Nutzern, die Apple-Geräte aufzeichnen sollen, hat sich Apple noch nicht geäußert.

Ansbach - Der in Deutschland für den US-Konzern Apple zuständige Datenschützer, Thomas Kranig, hat sich über das Aufzeichnen der Bewegungsprofile von iPhone-Nutzern sehr besorgt gezeigt.

Opt-Out für personalisierte Werbung

Apple-User können verhindern, dass ihr Applegerät Daten "nach Hause" sendet, um personalisierte Werbung anzuzeigen. Hierfür stellt der Konzern eine Internetadresse zur Verfügung (http://oo.apple.com), die mit dem Apple-Gerät aufgerufen werden muss.

“Wenn ich mich in die Rolle des Nutzers hineinversetze, dann würde ich mich jetzt einfach unwohl fühlen“, sagte Kranig am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd in Ansbach.

Sein Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht ist für Apple zuständig, weil die deutsche Dependance des Unternehmens in Bayern sitzt.

Kranig gab an, die hiesige Vertretung von Apple zur Aufklärung der Affäre aufgefordert zu haben. Apple sieht sich derzeit mit massiver Kritik beim Schutz der Daten seiner Nutzer konfrontiert.

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Am Mittwoch hatten auf der Konferenz “Where 2.0“ im kalifornischen Santa Clara zwei britische IT-Experten enthüllt, dass alle iPhone-Mobiltelefone und iPad-Computer von Apple langfristig erfassen, wo sich die Nutzer aufhalten. Damit sind in aller Welt mehrere Millionen Nutzer von dem Problem betroffen, zu dem Apple zuletzt keine Stellung nahm.

“Wenn stimmen sollte, was die Presse schreibt, dann finde ich es im Interesse der Nutzer nicht gut, dass die nicht darüber informiert werden, was mit ihren Geräten passiert“, sagte Datenschützer Kranig weiter. In einem Schreiben an Apple habe er das Unternehmen am Donnerstag unter anderem dazu aufgefordert, zu erklären, um welche Daten es sich genau handle und wer darauf zugreifen könne.

“Dabei stellt sich auch die Frage, was man bei Apple in Deutschland weiß. Das wird sicher ein paar Tage dauern“, sagte Kranig.

dapd

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