Google Street View: So widersprechen Sie nachträglich

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Der Screenshot aus Google Street View vom Donnerstag (18.11.2010) zeigt ein undatiertes Foto von einen Radfahrer, der in Berlin die Straße Unter den Linden quert.

Berlin - Für einen Vorab-Widerspruch ist es zu spät: Google hat seinen Panoramadienst Street View in der Nacht zu Donnerstag gestartet. So widersprechen Sie nachträglich.

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Für den Widerspruch bietet das Unternehmen ein Beschwerde-Formular im Internet an. Auf diesem Weg können Bürger dafür sorgen, dass eine dargestellte Person oder ein Gebäude im Nachhinein unkenntlich gemacht wird. Google hatte Street View in der Nacht zu Donnerstag mit Ansichten aus 20 deutschen Städten gestartet.

eine Beschwerde abzuschicken, müssen Internetnutzer zuerst das entsprechende Street-View-Bild im Browser aufrufen - zu erreichen über maps.google.de. Dort ziehen sie das kleine Männchen auf die betreffende Straße. In dem Bild, gegen das sie Widerspruch einlegen wollen, gibt es unten links neben der Copyright-Zeile den Hinweis “Ein Problem melden“. Bei einem Klick mit der Maus darauf öffnet sich ein Online-Formular. Nutzer müssen darin zunächst angeben, warum sie das Foto für problematisch halten. Als Gründe kommen etwa Bedenken hinsichtlich der eigenen Privatsphäre infrage. Aber auch Fotos “unangemessenen Inhalts“ gelten als Problemfälle - darunter fallen “anstößige Inhalte“ wie die Darstellung von Nackten.

Anschließend müssen Nutzer mit einem Rahmen den Bildausschnitt festlegen, in dem das Problem besteht. Nach einer Sicherheitsabfrage zur Vorbeugung gegen automatisierte Spam-Aktionen wird die Beschwerde an Google geschickt. Das Unternehmen hat zugesagt, alle solche Anfragen zügig zu bearbeiten und bei begründeten Einwänden das Bild aus dem Dienst zu entfernen.

Internetnutzer sollten sich allerdings sicher sein, dass ein Bild nicht in dem Online-Dienst erscheinen soll, wenn sie sich beschweren. “Wieder entpixeln geht nicht“, twitterte Google-Sprecher Stefan Keuchel. “Einmal verpixelt, immer verpixelt.“ Wer seine Meinung ändert, kann aber den Bilderdienst Panoramio nutzen: Bei ihm werden Fotos mit Geodaten verbunden. Sie werden dann mit Google Maps verknüpft und in die Internet-Anwendung Google Earth eingebunden. In der Street-View-Ansicht gibt es dazu oben rechts einen Link mit der Bezeichnung “Fotos“. Ein Klick darauf öffnet eine Galerie von Panoramio-Fotos zu dem jeweiligen Ort.

dpa

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