Twitter künftig nicht mehr werbefrei

Die werbefreie Zeit beim beliebten Kurznachrichtendienst Twitter ist vorbei. Firmen können künftig auf sogenannten „Promoted Tweets“ ihre Anzeigen schalten. Ähnlich wie bei Google und Co. erscheint bei der Suche nach bestimmten Themen die passende Werbung.

Zu den ersten Unternehmen, die ihre Produkte auf diese Art vermarkten, gehören die Kaffeehauskette Starbucks, der größte US-Elektronikhändler Best Buy und die Fluggesellschaft Virgin America. „Die Idee von „Promoted Tweets'' ist es, die Kommunikation auszuweiten, die Firmen ohnehin mit ihren Kunden auf Twitter haben“, sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Twitter-Manager Dick Costolo am Dienstag der „New York Times“. Über Twitter können Kurznachrichten in SMS-Länge verschickt werden. Starbucks etwa informiert hier über seine Aktionsangebote. Auch viele Prominente lassen die Internet-Gemeinde über Twitter wissen, was sie gerade tun oder denken.

Twitter existiert seit vier Jahren und hat nach Schätzungen von Marktforschern mittlerweile mehr als 22 Millionen Nutzer, Tendenz steigend. Bislang finanziert sich das Unternehmen vor allem durch Lizenzgebühren von Google, Microsoft oder Yahoo, wenn diese Nachrichtenströme übernehmen. Immer wieder passiert es, dass wichtige Ereignisse zuerst bei Twitter auftauchen, weil gerade ein Nutzer mit seinem Handy am Ort des Geschehens ist. (dpa)

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